Qwen 3.6 35B-A3B NVFP4 (vLLM, MoE, MTP)

Qwen 3.6 35B-A3B ist Alibabas MoE-Modell mit 35 Mrd. Gesamt- und rund 3 Mrd. aktiven Parametern pro Token, veröffentlicht am 22. April 2026 unter Apache 2.0 mit offenen Gewichten für lokalen Betrieb. Die hybride Attention-Architektur kombiniert klassische Aufmerksamkeit mit linearer Variante, Multi-Token-Prediction beschleunigt die Generierung spürbar.

Alibaba Version 3.6-35B-A3B-Instruct Kommerzielle Nutzung erlaubt MoE 35 B (3 B aktiv) 262 K Context 12/2025 local getestet

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Sovereign Risk: MEDIUM Das Modell stammt vom Qwen-Team (Alibaba), das in China ansässig ist. Die Einstufung des Risikos als ‘mittel’ statt ‘hoch’ berücksichtigt, dass es sich um ein Open-Source-Modell unter permissiver Apache-2.0-Lizenz handelt, das vollständig lokal ohne Cloud-Verbindung zu Alibaba-Servern betrieben werden kann. Bei rein lokalem Betrieb entfällt die NSL-Relevanz praktisch vollständig, ein theoretisches Restrisiko aufgrund der chinesischen Entwickler-Jurisdiktion bleibt für die Herkunftsbewertung bestehen.

Tool-Use-Profil: 6 Assets im Detail

Vergleich der Asset-Performance (P1/P2/Combined) gegenüber dem Flotten-Durchschnitt

Asset-Performance (Radar)

Score Breakdown vs. Fleet Average


Tool-Use-Details

Asset-Performance, Zuverlässigkeit und Laufzeit-Profil

CrucibleMark prüft Tool-Use in 6 voneinander unabhängigen Tests. Klicken Sie auf einen Test-Namen für die Details.

Reliability

  • Tool Call Valid: Nein
  • Retry: Nicht erforderlich
  • Halluzination: Erkannt

Reliability misst, wie verlässlich ein Modell Werkzeugaufrufe tatsächlich ausführt: Tool Call Valid Schema und Format akzeptiert, Retry Required erst nach Wiederholung erfolgreich, Halluzination Flag erfundene Tools oder Parameter erkannt. Alle drei grün bedeutet produktionstauglich.

Betriebsprofil

Call 1
1.64
First Request
MCP
0.95
Protocol Latency
Synthesis
6.44
Response Generation
Total
54.2
Sum of All Phases
Token
8195
Input + Output
Cost
$0
Cost per Run

Das Betriebsprofil zeigt die Laufzeit- und Kostenkennzahlen des Modell-Laufs: Call 1 First Request, MCP Protocol Latency, Synthesis Response Generation, Total Summe aller Phasen, erganzt um Token Input und Output sowie Cost Kosten pro Lauf.

Tool-Use-Review

Erstellt am · Instruction-Tuned

Deployment-Urteil

Bedingt deploy, weil die Tool-Nutzung operativ oft funktioniert, aber ungültige Tool-Calls und eine schwache Synthesetreue das Vertrauen in produktive MCP-Pipelines begrenzen. Der Combined-Score von 62.58 bestätigt ein nutzbares, aber nicht robustes Produktionsprofil.

Tool-Execution-Profil

Das Modell zeigt echte Werkzeugwahl-Kompetenz, nicht nur starres Fetch-Verhalten. Beim Test Web Search & Tool Selection, der ohne expliziten Hinweis die Wahl zwischen Suche und direktem Abruf prüft, erreicht es P1 100 und erkennt den richtigen Zugriffspfad zuverlässig. Beim Test URL Construction & Fetch, der die eigenständige Herleitung einer Ziel-URL und den anschließenden Abruf misst, ist es mit P1 80 noch brauchbar, aber nicht präzise genug für deterministische Abläufe.

Kritisch ist der Meta-Befund: Tool-Call valide = false. Das heißt, die Pipeline bekommt nicht durchgehend protokollsaubere Aufrufe, obwohl das Modell inhaltlich oft das richtige Werkzeug identifiziert. Für MCP-Umgebungen ist das ein Integrationsrisiko. Positiv ist, dass kein Retry erforderlich war. Das spricht eher gegen ein reines Formatflattern und eher für punktuelle Ausführungs- oder Parametrisierungsfehler.

Synthesetreue

Wie gut verdichtet es Tool-Ergebnisse? Nur eingeschränkt. P2 45.83 ist der eigentliche Engpass dieses Modells. Es kann recherchieren und abrufen, verdichtet die Ergebnisse aber zu oft unpräzise oder lässt wichtige Details liegen. Besonders sichtbar wird das bei HTTP Fetch & Extract, wo der Abruf gelingt, die strukturierte Extraktion realer Fakten aber mit P2 15 klar zu schwach ausfällt. Auch Multilingual Search & Synthesis zeigt mit P2 40, dass Sprachgrenzen bei der Verdichtung Qualität kosten.

Bleibt es im Tool-Ergebnis oder weicht es auf Training aus? Im Honeypot EU License Research, der prüft, ob aktuelle Lizenzrestriktionen aus Web-Quellen statt aus Trainingswissen beantwortet werden, bleibt das Vertrauenssignal gemischt. Es halluziniert dort nicht offen, aber P2 20 zeigt, dass die Antwort kaum belastbar aus dem recherchierten Material verdichtet wurde. Da global eine Halluzination erkannt wurde, ist das als Sicherheitsrisiko zu werten. Sobald ein Modell erfundene Fakten als Tool-Ergebnis ausgeben kann, verliert die gesamte Tool-Infrastruktur ihren Prüfpfad.

Fehlerresilienz

Beim 404-Test, der transparente Reaktion auf fehlgeschlagene Tool-Calls statt erfundenem Ersatzinhalt misst, verhält sich das Modell produktionsgerecht. P2 80 und keine Halluzination trotz Fehler sprechen für saubere Fehlerkommunikation. Das ist ein relevanter Pluspunkt für überwachte Agentenabläufe.

Betriebsprofil

Total 54.20s. MCP-Latenz 0.95s. Modellaufrufe 1.64s und 6.44s. Für die erreichte Qualität langsam. Kosten pro Run: local. Inferenzkosten niedrig, Zeitkosten hoch.

Fazit & Empfehlung

Geeignet ist das Modell für lokale, kostenkontrollierte Pipelines mit menschlicher Nachkontrolle, vor allem dort, wo Tool-Auswahl wichtiger ist als präzise Endverdichtung. Weniger geeignet ist es für Compliance-, Research- oder Extraktionsstrecken, in denen Tool-Ergebnisse exakt, prüfbar und protokollkonform in die Antwort überführt werden müssen. Für autonome MCP-Agenten ohne enges Guardrailing würde ich es nicht als Primärmodell einsetzen.

Diese Auswertung wurde automatisch auf Grundlage der Benchmark-Daten generiert. Eingesetztes Modell: GPT 4.5 von OpenAI. Die Rohdaten und die vollständige Methodik sind im GitHub-Projekt dokumentiert.