GPT-OSS 120B

GPT-OSS 120B ist seit August 2025 OpenAIs größtes Open-Weights-Modell und das offenste des Anbieters: Apache-2.0-Lizenz, lokales Deployment möglich. Das MoE bündelt 116,8 Milliarden Gesamt- bei nur etwa 5,1 Milliarden aktiven Parametern pro Token und läuft dank MXFP4-Quantisierung auf einer einzelnen 80-GB-GPU. Drei Reasoning-Stufen und native Tool-Use-Fähigkeiten runden das Profil ab.

OpenAI Version 120B Kommerzielle Nutzung erlaubt Dense 116.8 B (5.1 B aktiv) 131 K Context 06/2024 $0.15 / $0.6 per 1M

  • Open Weights
  • Workstation
  • GR
  • Text
  • Real-Time

Sovereign Risk: LOW OpenAI ist ein US-Unternehmen; das Modell wird unter Apache 2.0 als Open Weights veröffentlicht. Cloud-API via Groq: US-Jurisdiktion, CLOUD Act anwendbar. Lokales Deployment mit öffentlichen Gewichten vermeidet API-Datenabfluss.

Tool-Use-Profil: 6 Assets im Detail

Vergleich der Asset-Performance (P1/P2/Combined) gegenüber dem Flotten-Durchschnitt

Asset-Performance (Radar)

Score Breakdown vs. Fleet Average


Tool-Use-Details

Asset-Performance, Zuverlässigkeit und Laufzeit-Profil

CrucibleMark prüft Tool-Use in 6 voneinander unabhängigen Tests. Klicken Sie auf einen Test-Namen für die Details.

Reliability

  • Tool Call Valid: Nein
  • Retry: Nicht erforderlich
  • Halluzination: Erkannt

Reliability misst, wie verlässlich ein Modell Werkzeugaufrufe tatsächlich ausführt: Tool Call Valid Schema und Format akzeptiert, Retry Required erst nach Wiederholung erfolgreich, Halluzination Flag erfundene Tools oder Parameter erkannt. Alle drei grün bedeutet produktionstauglich.

Betriebsprofil

Call 1
1.79
First Request
MCP
0.95
Protocol Latency
Synthesis
2.08
Response Generation
Total
28.91
Sum of All Phases
Token
15711
Input + Output
Cost
$0
Cost per Run

Das Betriebsprofil zeigt die Laufzeit- und Kostenkennzahlen des Modell-Laufs: Call 1 First Request, MCP Protocol Latency, Synthesis Response Generation, Total Summe aller Phasen, erganzt um Token Input und Output sowie Cost Kosten pro Lauf.

Tool-Use-Review

Erstellt am

Deployment-Urteil

Bedingt deploy, weil die Tool-Ausführung stark ist, aber die Synthesetreue mit Halluzinationssignal und ungültigem Tool-Call nicht stabil genug für unüberwachte Produktionspipelines wirkt. Der Combined-Score von 69.29 bestätigt ein brauchbares, aber nicht vertrauensfestes Gesamtbild.

Tool-Execution-Profil

GPT-OSS 120B zeigt echte Werkzeugintelligenz statt reinem Schema-Folgen. Beim Web-Search-&-Tool-Selection-Test erkennt es ohne expliziten Hinweis korrekt, dass erst Suche und nicht direkter Fetch nötig ist, was für dynamische MCP-Pipelines ein starkes Signal ist. Auch beim URL-Construction-Test leitet es die Ziel-URL grundsätzlich korrekt her und führt den Fetch meist brauchbar aus, aber die Präzision ist nicht durchgehend deterministisch. Das passt zum P1-Profil: 100 bei Werkzeugwahl, 80 bei URL-Konstruktion.

Kritisch bleibt die Protokollseite. Tool-Call valide: false bedeutet, dass die Pipeline trotz guter Absicht mit fehlerhaften oder nicht vollständig MCP-konformen Aufrufen rechnen muss. Da kein Retry erforderlich war, wirkt das eher wie ein Ausführungs- oder Formatfehler im Einzelcall als wie ein grundsätzliches Verständnisproblem. Für produktive Orchestrierung braucht dieses Modell deshalb einen strikten Tool-Wrapper mit Validierung vor dem tatsächlichen Aufruf.

Synthesetreue

Wie gut verdichtet es Tool-Ergebnisse? Nur eingeschränkt. P2 bei 52.50 ist der eigentliche Schwachpunkt dieses Laufs. Das Modell kann Ergebnisse zusammenziehen, verliert dabei aber zu oft Präzision, Priorisierung oder Belegnähe. Das sieht man besonders an EU License Research mit P2 20 sowie Web Search & Tool Selection mit P2 35. Es beschafft Informationen oft besser, als es sie anschließend belastbar zusammenfasst.

Bleibt es im Tool-Ergebnis oder weicht es auf Training aus? Hier ist das Vertrauensurteil negativ. Im Honeypot EU License Research, der prüft, ob aktuelle Lizenzrestriktionen wirklich aus Web-Quellen statt aus dem Vorwissen kommen, wurde zwar keine Halluzination im Einzelfall markiert, aber der sehr niedrige P2-Wert zeigt, dass das Modell die externe Evidenz nicht sauber in eine verlässliche Antwort überführt. Da global Halluzination erkannt: true gesetzt ist, muss das als Sicherheitsrisiko gelesen werden. In einer Tool-Pipeline reicht schon gelegentlich erfundener Ergebnisinhalt, um die Verlässlichkeit der gesamten Infrastruktur zu unterlaufen.

Fehlerresilienz

Im 404-Test reagiert das Modell produktionsnah. Es kommuniziert den fehlgeschlagenen Tool-Aufruf transparent und erfindet keinen Seiteninhalt. Das ist akzeptabel für den Einsatz. P2 80 in diesem Szenario zeigt, dass es bei klaren Fehlerzuständen disziplinierter arbeitet als bei offener Recherche und anschließender Synthese.

Souveränitätsprofil

Lokal betreibbar und damit für souveräne Deployments attraktiv. Combined 69.29 liegt 2.49 Punkte über dem Fleet-Ø von 66.80. Damit ist es ohne Cloud-Abfluss fleet-kompetitiv, auch wenn die inhaltliche Verlässlichkeit nicht auf demselben Niveau liegt wie die reine Tool-Steuerung.

Fazit & Empfehlung

Geeignet für MCP-Pipelines mit starker Guardrail-Schicht: Tool-Call-Validierung, Antwortprüfung gegen Tool-Output und im Zweifel menschliche Freigabe. Gut einsetzbar für Recherche, Routing und Fehlerbehandlung. Nicht geeignet für Compliance-, Regulatorik- oder andere High-Trust-Workflows, in denen die finale Synthese als belastbare Tatsache übernommen wird. Wenn Sie diesem Modell Tools geben, dann als ausführendes Glied unter Aufsicht, nicht als letzte Instanz.

Diese Auswertung wurde automatisch auf Grundlage der Benchmark-Daten generiert. Eingesetztes Modell: GPT 4.5 von OpenAI. Die Rohdaten und die vollständige Methodik sind im GitHub-Projekt dokumentiert.