Qwen 3.5 9B (Unsloth)

Qwen 3.5 9B ist ein Open-Weights-Modell von Alibaba für allgemeine Sprach- und Reasoning-Aufgaben mit Thinking-Optional-Architektur. Die Unsloth-Dynamic-Q6-Quantisierung bietet nahezu verlustfreie Qualität bei deutlich reduziertem VRAM-Bedarf, das Kontextfenster umfasst 128.000 Tokens. Unter Apache-2.0-Lizenz auf lokaler Hardware ohne Cloud-Zwang betreibbar.

Alibaba Version 3.5 Kommerzielle Nutzung erlaubt Dense 9 B (9 B aktiv) 128 K Context 06/2025 local getestet

  • Open Weights
  • Edge
  • M4APL
  • Text
  • Instruction-Tuned
  • Interactive

Sovereign Risk: LOW Rein lokale Inferenz ohne Cloud-Verbindung. Die Gewichte sind öffentlich verfügbar (Apache 2.0, Unsloth-Quantisierung) und werden vollständig lokal ausgeführt. NSL ist nicht relevant, da keine Daten an Alibaba- oder Unsloth-Infrastruktur übertragen werden.

Tool-Use-Profil: 6 Assets im Detail

Vergleich der Asset-Performance (P1/P2/Combined) gegenüber dem Flotten-Durchschnitt

Asset-Performance (Radar)

Score Breakdown vs. Fleet Average


Tool-Use-Details

Asset-Performance, Zuverlässigkeit und Laufzeit-Profil

CrucibleMark prüft Tool-Use in 6 voneinander unabhängigen Tests. Klicken Sie auf einen Test-Namen für die Details.

Reliability

  • Tool Call Valid: Nein
  • Retry: Erforderlich
  • Halluzination: Nicht erkannt

Reliability misst, wie verlässlich ein Modell Werkzeugaufrufe tatsächlich ausführt: Tool Call Valid Schema und Format akzeptiert, Retry Required erst nach Wiederholung erfolgreich, Halluzination Flag erfundene Tools oder Parameter erkannt. Alle drei grün bedeutet produktionstauglich.

Betriebsprofil

Call 1
4.36
First Request
MCP
0.53
Protocol Latency
Synthesis
11.02
Response Generation
Total
95.51
Sum of All Phases
Token
7230
Input + Output
Cost
$0
Cost per Run

Das Betriebsprofil zeigt die Laufzeit- und Kostenkennzahlen des Modell-Laufs: Call 1 First Request, MCP Protocol Latency, Synthesis Response Generation, Total Summe aller Phasen, erganzt um Token Input und Output sowie Cost Kosten pro Lauf.

Tool-Use-Review

· Instruction-Tuned

Deployment-Urteil

Bedingt deploy, weil das Modell keine Halluzination im Tool-Kontext gezeigt hat, aber keine verlässlich validen Tool-Calls produziert und für stabile Ausführung einen Retry braucht. Für produktive MCP-Pipelines reicht das nur dort, wo ein Orchestrator Fehler abfängt und Tool-Nutzung stark führt.

Tool-Execution-Profil

Das Modell kann Tools ausführen, aber nicht robust auswählen. Der zentrale Befund liegt im Kontrast zwischen Web Search & Tool Selection und URL Construction & Fetch: Wenn die Aufgabe offen ist und das Modell selbst erkennen muss, dass erst gesucht und nicht direkt gefetcht werden sollte, fällt es deutlich ab. Wenn die Ziel-URL aus Vorwissen ableitbar ist und der Pfad dann per Fetch abgearbeitet werden kann, arbeitet es wesentlich sauberer. Das spricht nicht für echte Werkzeugintelligenz, sondern eher für ein festes Muster: bekannte oder plausible URL bilden, dann abrufen.

Dass der Tool-Call nicht valide war und ein Retry nötig wurde, wirkt hier primär wie ein Protokoll- und Formattreueproblem, nicht wie ein kompletter Verständnisbruch. Trotzdem ist genau das in MCP-Umgebungen operativ relevant. Ein Modell, das den richtigen Arbeitsschritt nur nach Korrekturschleife sauber ausführt, erhöht Komplexität im Dispatcher und verschlechtert Planbarkeit.

Synthesetreue

Wie gut verdichtet es Tool-Ergebnisse? Nur begrenzt belastbar. Die Verdichtungsqualität bleibt schwach, obwohl einzelne Fetch-Aufgaben ordentlich gelöst wurden. Das sieht man besonders bei EU License Research, wo die Recherche gelang, die Zusammenführung der gefundenen Informationen aber nur teilweise präzise blieb, sowie bei Multilingual Search & Synthesis, wo die grenzüberschreitende Recherche mit deutscher Ausgabe klar einbricht.

Bleibt es im Tool-Ergebnis oder weicht es auf Training aus? Hier ist das Urteil besser. Im Honeypot EU License Research, der prüft, ob aktuelle Lizenzrestriktionen wirklich aus Web-Quellen geholt werden, wurde keine Halluzination erkannt und der Verifikationsstatus ist sauber. Das ist ein wichtiges Vertrauenssignal: Das Modell erfindet nicht einfach aktuelle Compliance-Inhalte, auch wenn es sie nur mittelstark verdichtet.

Fehlerresilienz

Beim 404-Test, der transparenten Umgang mit einem fehlschlagenden Tool-Aufruf prüft, bleibt das Modell akzeptabel. Es halluziniert keinen Seiteninhalt trotz Fehler und kommuniziert den Fehlschlag grundsätzlich sichtbar. Das ist produktionstauglicher als die Gesamtpunktzahl vermuten lässt, weil fehlende Daten nicht in erfundene Ergebnisse umgeschrieben werden.

Souveränitätsprofil

Voll lokal betreibbar, Apache-2.0-lizenziert und ohne Cloud-Abfluss. Gleichzeitig bleibt die Leistung 0.75 Punkte unter dem Fleet-Ø von 66.55. Das ist ein tragfähiges Souveränitätsprofil, aber kein Leistungsargument für ungeleitete Agentik.

Fazit & Empfehlung

Geeignet für lokal betriebene, souveräne Pipelines mit enger Tool-Führung, festen URL- oder Fetch-Mustern und externer Validierung der Tool-Calls. Nicht geeignet für dynamische Rechercheketten, autonome Tool-Wahl oder mehrsprachige Such-Szenarien, in denen das Modell selbst den nächsten Schritt bestimmen muss. Wer einen robusten Tool-Operator sucht, sollte es nur mit hartem Routing, Retry-Logik und Antwortprüfung einsetzen.

Diese Auswertung wurde automatisch auf Grundlage der Benchmark-Daten generiert. Eingesetztes Modell: GPT 4.5 von OpenAI. Die Rohdaten und die vollständige Methodik sind im GitHub-Projekt dokumentiert.