Qwen 3.8 27B Uncensored (Thinking)

Diese abliterierte Community-Variante von Qwen 3.8 27B entfernt die Sicherheits-Refusals aus den Gewichten und macht sie damit für Sicherheitsforschung und Red-Teaming nutzbar — bei einem MMLU-Verlust von rund zwei Punkten laut Hersteller. Lokal betreibbar unter Apache-2.0, mit 262.000-Token-Kontext und Bild- sowie Video-Eingabe.

Alibaba Version 3.8 Kommerzielle Nutzung erlaubt Dense 27.8 B 262 K Context 04/2026 local getestet

  • Open Weights
  • Workstation
  • vLLM
  • Text
  • Uncensored
  • Vision
  • Unusable

Sovereign Risk: MEDIUM Die Basisgewichte stammen von Alibaba in China, was für regulierte Umgebungen ein Herkunfts- und Supply-Chain-Risiko darstellt. Diese Karte beschreibt jedoch eine lokal betriebene, Apache-2.0-basierte OrcaRouter-Derivatvariante mit abliterierten Gewichten und NVFP4/FP8-Quantisierung. Ohne Cloud-Egress ist das praktische Risiko geringer als bei einer API-Nutzung, bleibt aber wegen der chinesischen Herkunft und der Community-Modifikation moderat.

Tool-Use-Profil: 6 Assets im Detail

Vergleich der Asset-Performance (P1/P2/Combined) gegenüber dem Flotten-Durchschnitt

Asset-Performance (Radar)

Score Breakdown vs. Fleet Average


Tool-Use-Details

Asset-Performance, Zuverlässigkeit und Laufzeit-Profil

CrucibleMark prüft Tool-Use in 6 voneinander unabhängigen Tests. Klicken Sie auf einen Test-Namen für die Details.

Reliability

  • Tool Call Valid: Nein
  • Retry: Nicht erforderlich
  • Halluzination: Nicht erkannt

Reliability misst, wie verlässlich ein Modell Werkzeugaufrufe tatsächlich ausführt: Tool Call Valid Schema und Format akzeptiert, Retry Required erst nach Wiederholung erfolgreich, Halluzination Flag erfundene Tools oder Parameter erkannt. Alle drei grün bedeutet produktionstauglich.

Betriebsprofil

Call 1
7.92
First Request
MCP
1.45
Protocol Latency
Synthesis
60.26
Response Generation
Total
417.8
Sum of All Phases
Token
15063
Input + Output
Cost
$0
Cost per Run

Das Betriebsprofil zeigt die Laufzeit- und Kostenkennzahlen des Modell-Laufs: Call 1 First Request, MCP Protocol Latency, Synthesis Response Generation, Total Summe aller Phasen, erganzt um Token Input und Output sowie Cost Kosten pro Lauf.

Tool-Use-Review

· Uncensored · Vision

Deployment-Urteil

Bedingt deploy, weil die Tool-Nutzung stark ist, aber die Synthesetreue mit Combined 79.17 nur dann tragfähig ist, wenn nachgelagerte Validierung die Antwortverdichtung kontrolliert. Halluzination wurde nicht erkannt, aber der Tool-Call war nicht durchgehend valide.

Tool-Execution-Profil

Das Modell ist in der Werkzeugwahl klar brauchbar. Beim Test Web Search & Tool Selection, der ohne Hinweis prüft, ob statt fetch ein Suchwerkzeug nötig ist, erkennt es den richtigen Zugriffspfad sicher. Das spricht gegen bloßes Musterausführen und für echte Werkzeugselektion. Beim Test URL Construction & Fetch, der die korrekte Ziel-URL aus Eigenwissen ableiten soll, bleibt es brauchbar, aber nicht deterministisch genug für Pipelines, die exakte Adressbildung voraussetzen. Insgesamt ist P1 mit 90 stark, nur die formale Validität der Tool-Calls ist nicht sauber genug, um das Modell unbeaufsichtigt an strikte MCP-Schnittstellen zu hängen. Retry war nicht nötig. Das ist eher ein Präzisions- als ein Verständnisproblem.

Synthesetreue

Wie gut verdichtet es Tool-Ergebnisse? Nur eingeschränkt verlässlich. Die starken Tool-Aktionen übersetzen sich nicht in gleich starke Ergebnisaufbereitung. Das sieht man vor allem bei EU License Research, wo die eigentliche Recherche sitzt, die Verdichtung aber schwach bleibt, und bei Multilingual Search & Synthesis, wo die Recherche über Sprachgrenzen gelingt, die deutsche Zusammenführung aber an Präzision verliert. Für produktive Pipelines heißt das: Fakten kommen oft aus dem richtigen Kanal, aber die letzte Meile der Zusammenfassung braucht Kontrolle.

Bleibt es im Tool-Ergebnis oder weicht es auf Training aus? Im Honeypot EU License Research, der prüft, ob aktuelle Lizenzrestriktionen wirklich aus Web-Quellen geholt werden, wurde keine Halluzination erkannt. Das ist das wichtigere Vertrauenssignal. Der P2-Wert von 40 zeigt aber, dass Quellenbezug nicht automatisch zu belastbarer Verdichtung führt.

Fehlerresilienz

Akzeptabel für Produktion. Beim Test Tool Failure Handling (404), der transparentes Verhalten bei einem fehlschlagenden Aufruf misst, hat das Modell keinen Seiteninhalt erfunden. Es kommuniziert Fehler also eher offen, statt Ersatzfakten zu erzeugen. Genau das braucht eine Tool-Pipeline.

Betriebsprofil

Total 417.80s pro Run. Langsam. Einzelaufrufe 7.92s und 60.26s, MCP-Latenz 1.45s. Kosten lokal. Wirtschaftlich vertretbar, wenn Durchsatz zweitrangig ist.

Fazit & Empfehlung

Geeignet für lokale Recherche- und Orchestrationspipelines, in denen das Modell Tools auswählen, Suchpfade erkennen und Fehler sauber offenlegen muss. Nicht geeignet als letzte autoritative Syntheseschicht für Compliance, Lizenzbewertung oder andere textkritische Freigaben ohne zusätzliche Regel- oder Reviewer-Stufe. Wer dem Modell Infrastruktur übergibt, kann ihm die Werkzeugbedienung anvertrauen. Die Ergebnisverdichtung sollte er nicht allein abnehmen lassen.

Diese Auswertung wurde automatisch auf Grundlage der Benchmark-Daten generiert. Eingesetztes Modell: GPT-5.4 von OpenAI. Die Rohdaten und die vollständige Methodik sind im GitHub-Projekt dokumentiert.