Ornith 1.0 35B

Was die FP8-Block-Quantisierung Ornith-1.0-35B-FP8 leistet: ein Open-Weight-MoE mit nur etwa 3 von 35 Milliarden aktiven Parametern pro Token läuft auf einer einzelnen GPU und bringt 262.144 Tokens Kontext, natives Thinking und Tool-Calling mit. DeepReinforce hat das Modell so trainiert, dass es seine eigene Agent-Vorgehensweise mitlernt statt mit einem festen Regelwerk zu arbeiten. MIT-Lizenz, kommerzielle Nutzung und Fine-Tuning ohne Auflagen.

DeepReinforce Version 1.0 Kommerzielle Nutzung erlaubt MoE 35 B (3 B aktiv) 262 K Context 05/2026 local getestet

  • Open Weights
  • Workstation
  • vLLM
  • Text
  • Batch

Sovereign Risk: LOW DeepReinforce ist eine US-basierte RL-Forschungsorganisation. Das Modell ist unter MIT-Lizenz ohne regionale Einschränkungen auf Hugging Face verfügbar (79.608 Downloads/Monat). Linienbaum: Qwen3.5-35B-A3B (hybride MoE-Basis, Alibaba Cloud) + Gemma 4 → DeepReinforce Ornith-1.0-35B (RL-Post-Training) → offizielle FP8-Block-Quantisierung (E4M3) desselben Autors. Kein chinesisches NSL-Risiko, kein US-CLOUD-Act-Risiko bei lokalem Betrieb, da reines Open-Weight-Modell ohne Cloud-API-Zwang.

Tool-Use-Profil: 6 Assets im Detail

Vergleich der Asset-Performance (P1/P2/Combined) gegenüber dem Flotten-Durchschnitt

Asset-Performance (Radar)

Score Breakdown vs. Fleet Average


Tool-Use-Details

Asset-Performance, Zuverlässigkeit und Laufzeit-Profil

CrucibleMark prüft Tool-Use in 6 voneinander unabhängigen Tests. Klicken Sie auf einen Test-Namen für die Details.

Reliability

  • Tool Call Valid: Nein
  • Retry: Nicht erforderlich
  • Halluzination: Nicht erkannt

Reliability misst, wie verlässlich ein Modell Werkzeugaufrufe tatsächlich ausführt: Tool Call Valid Schema und Format akzeptiert, Retry Required erst nach Wiederholung erfolgreich, Halluzination Flag erfundene Tools oder Parameter erkannt. Alle drei grün bedeutet produktionstauglich.

Betriebsprofil

Call 1
6.12
First Request
MCP
1.02
Protocol Latency
Synthesis
48.09
Response Generation
Total
331.4
Sum of All Phases
Token
22902
Input + Output
Cost
$0
Cost per Run

Das Betriebsprofil zeigt die Laufzeit- und Kostenkennzahlen des Modell-Laufs: Call 1 First Request, MCP Protocol Latency, Synthesis Response Generation, Total Summe aller Phasen, erganzt um Token Input und Output sowie Cost Kosten pro Lauf.

Tool-Use-Review

Erstellt am

Deployment-Urteil

Bedingt deploy, weil die Tool-Ausführung oft brauchbar ist, das Modell aber bei Tool-Wahl und Ergebnisverdichtung nicht verlässlich genug für autonome MCP-Pipelines arbeitet. Der fehlende Halluzinationsbefund entschärft das Risiko, die ungültigen Tool-Calls und der nur moderate Gesamteindruck nicht.

Tool-Execution-Profil

Ornith 1.0 35B kann Tools ausführen, aber nicht konsistent protokolltreu. P1 von 80.83 zeigt operative Grundfähigkeit. Das Problem liegt nicht im simplen Abruf, sondern in der Wahl des richtigen Werkzeugs. Beim Test Web Search & Tool Selection, der prüft, ob ohne Hinweis search statt fetch gewählt wird, fällt das Modell mit P1 35 klar ab. Das spricht gegen robuste Werkzeugintelligenz und eher für ein festes Muster: bekannte URLs oder direkte Fetch-Pfade funktionieren, offene Recherchepfade deutlich schlechter. Das bestätigt der Test URL Construction & Fetch, der die Ableitung einer Ziel-URL aus internem Wissen prüft, mit P1 80. Auch HTTP Fetch & Extract und Multilingual Search & Synthesis zeigen, dass es vorhandene Quellen brauchbar verarbeitet, wenn der Zugriffspfad bereits klar ist. Für dynamische Tool-Router ist das zu schwach. Für vorstrukturierte Pipelines mit enger Tool-Auswahl ist es brauchbar.

Synthesetreue

Wie gut verdichtet es Tool-Ergebnisse? Nur eingeschränkt. P2 von 62.50 ist der eigentliche Engpass. Ornith extrahiert oft genug relevante Fakten, verdichtet sie aber nicht stabil in präzise, entscheidungsreife Antworten. Das sieht man besonders bei EU License Research mit P2 40, obwohl der Tool-Zugriff selbst gelingt, und bei Tool Failure Handling (404) ebenfalls mit P2 40.

Bleibt es im Tool-Ergebnis oder weicht es auf Training aus? Hier ist das Vertrauensurteil besser als die Verdichtungsqualität. Im Honeypot EU License Research, der prüft, ob aktuelle Lizenzrestriktionen wirklich aus Web-Quellen statt aus Trainingswissen beantwortet werden, wurde keine Halluzination erkannt. Das ist ein starkes Signal für Compliance-nahe Pipelines. Es bedeutet aber nicht, dass die Antwortqualität hoch ist. Es bedeutet nur, dass das Modell die Infrastruktur nicht durch erfundene Quelleninhalte unterläuft.

Fehlerresilienz

Beim 404-Test, der transparenten Umgang mit gescheiterten Tool-Calls misst, halluziniert Ornith keinen Ersatzinhalt. Das ist produktionsrelevant positiv. Die Kommunikation des Fehlers bleibt aber zu schwach verdichtet und nicht immer entscheidungsorientiert. Akzeptabel für überwachte Systeme. Zu unsicher für vollautonome Agent-Loops.

Souveränitätsprofil

Lokal betreibbar, MIT-lizenziert und ohne Cloud-Zwang einsetzbar. Gleichzeitig liegt es -1.85 Punkte unter dem Fleet-Ø von 67.58. Das ist nah genug am Flottenschnitt, um für souveräne Umgebungen ernsthaft relevant zu sein, aber nicht stark genug, um Qualitätsdefizite durch Betriebsfreiheit zu kompensieren.

Fazit & Empfehlung

Geeignet für lokale, souveräne MCP-Pipelines mit festen Tool-Pfaden, menschlicher Abnahme und klaren Fallbacks. Nicht geeignet als autonomer Orchestrator, der selbst zwischen Search, Fetch und Fehlerbehandlung sicher wählen muss. Wenn Sie ein lokales Modell für dokumentennahe Recherche, mehrsprachige Synthese und kontrollierte Tool-Nutzung suchen, kann Ornith arbeiten. Wenn die Pipeline eigenständige Werkzeugwahl und belastbare Endverdichtung verlangt, sollten Sie es nur hinter Guardrails und mit Supervisor einsetzen.

Diese Auswertung wurde automatisch auf Grundlage der Benchmark-Daten generiert. Eingesetztes Modell: GPT-5.4 von OpenAI. Die Rohdaten und die vollständige Methodik sind im GitHub-Projekt dokumentiert.