Mistral Small 4

Mistral Small 4 ist das kompakte Open-Weights-Modell von Mistral AI für allgemeine und agentische Aufgaben. Die MoE-Architektur aktiviert pro Token nur 6,5 Milliarden der insgesamt 119 Milliarden Parameter, das Kontextfenster umfasst 256.000 Tokens und das Modell verarbeitet Text- und Bildeingaben. Unter Apache-2.0-Lizenz lokal oder über die Mistral-API nutzbar, aus einem europäischen Anbieter-Umfeld.

Mistral AI Version 4 Kommerzielle Nutzung erlaubt MoE 119 B (6.5 B aktiv) 256 K Context 01/2026 $0.15 / $0.6 per 1M

  • Open Weights
  • Frontier
  • Mistral AI
  • Text
  • Vision
  • Instruction-Tuned
  • Long Context
  • Real-Time

Sovereign Risk: LOW Mistral AI ist ein französisches Unternehmen mit Sitz in der EU. Es unterliegt der europäischen Gesetzgebung, wobei die Risiken für staatliche Zugriffe im Vergleich zu US-amerikanischen Anbietern oder chinesischen Jurisdiktionen als geringer eingestuft werden.

Tool-Use-Profil: 6 Assets im Detail

Vergleich der Asset-Performance (P1/P2/Combined) gegenüber dem Flotten-Durchschnitt

Asset-Performance (Radar)

Score Breakdown vs. Fleet Average


Tool-Use-Details

Asset-Performance, Zuverlässigkeit und Laufzeit-Profil

CrucibleMark prüft Tool-Use in 6 voneinander unabhängigen Tests. Klicken Sie auf einen Test-Namen für die Details.

Reliability

  • Tool Call Valid: Nein
  • Retry: Nicht erforderlich
  • Halluzination: Nicht erkannt

Reliability misst, wie verlässlich ein Modell Werkzeugaufrufe tatsächlich ausführt: Tool Call Valid Schema und Format akzeptiert, Retry Required erst nach Wiederholung erfolgreich, Halluzination Flag erfundene Tools oder Parameter erkannt. Alle drei grün bedeutet produktionstauglich.

Betriebsprofil

Call 1
0.98
First Request
MCP
1.32
Protocol Latency
Synthesis
3.29
Response Generation
Total
5.6
Sum of All Phases
Token
1180
Input + Output
Cost
$0
Cost per Run

Das Betriebsprofil zeigt die Laufzeit- und Kostenkennzahlen des Modell-Laufs: Call 1 First Request, MCP Protocol Latency, Synthesis Response Generation, Total Summe aller Phasen, erganzt um Token Input und Output sowie Cost Kosten pro Lauf.

Tool-Use-Review

Erstellt am · Instruction-Tuned · Long Context

Deployment-Urteil

Nicht deploy für autonome MCP-Pipelines, weil die Tool-Calls nicht valide sind und der kombinierte Nutzwert mit 20.33 trotz fehlender Halluzinationen klar zu schwach ausfällt.

Tool-Execution-Profil

Mistral Small 4 zeigt in diesem Lauf kein verlässliches Tool-Verhalten. Der Kernbefund ist nicht ein einzelner Fehlgriff, sondern ein systematisches Ausbleiben brauchbarer Ausführung. Bei EU License Research funktioniert der Ablauf noch, aber in allen operativen Tool-Disziplinen fällt das Modell aus: HTTP Fetch & Extract, Tool Failure Handling (404), Web Search & Tool Selection, URL Construction & Fetch und Multilingual Search & Synthesis stehen bei P1 jeweils auf 0.

Das ist vor allem bei der Werkzeugwahl kritisch. Beim Web-Search-Test, der ohne expliziten Hinweis prüft, ob statt fetch ein Suchtool gebraucht wird, erkennt das Modell die passende Strategie nicht. Beim URL-Construction-Test, der die Ziel-URL aus Eigenwissen ableiten und dann korrekt abrufen soll, liefert es ebenfalls keine nutzbare Ausführung. Das wirkt nicht wie flexible Tool-Intelligenz, sondern wie ein fragiles Muster, das nur unter sehr enger Aufgabenführung trägt. Ein Retry war nicht nötig. Das spricht eher gegen ein bloßes Formatproblem und eher für schwaches operatives Verständnis der Tool-Infrastruktur.

Synthesetreue

Wie gut verdichtet es Tool-Ergebnisse? Nur eingeschränkt. Mit P2 39.17 formuliert das Modell zwar lesbare Zusammenfassungen, verliert aber bei extraktionsnahen Aufgaben Präzision und Vollständigkeit. Für Pipelines, in denen Jahreszahlen, Bezeichnungen oder Statusangaben exakt aus Tool-Output übernommen werden müssen, reicht das nicht.

Bleibt es im Tool-Ergebnis oder weicht es auf Training aus? Im Honeypot EU License Research, der aktuelle Lizenzrestriktionen aus Web-Quellen erzwingen soll, bleibt es hinreichend diszipliniert. P2 60 ist nicht stark, aber der wichtigere Punkt ist: keine erkannte Halluzination. Das Vertrauenssignal ist damit besser als die eigentliche Arbeitsleistung.

Fehlerresilienz

Beim 404-Test, der transparentes Verhalten bei fehlgeschlagenem Abruf prüft, erfindet das Modell keinen Seiteninhalt. Das ist der Mindeststandard für Produktion und hier erfüllt. Die Antwortqualität bleibt mit P2 20 schwach. Das Modell kommuniziert den Fehler also eher unzureichend als gefährlich. Für überwachte Workflows ist das akzeptabel, für autonome Fehlerbehandlung noch nicht.

Souveränitätsprofil

Lokal betreibbar unter Apache 2.0 und damit souveränitätsfreundlich. Fleet-kompetitiv ist es in diesem Benchmark jedoch nicht. Der Sovereignty Gap ist n/a Punkte unter dem Fleet-Ø von 67.19, weil kein vergleichbarer kombinierter Souveränitätsabstand ausgewiesen wurde. Praktisch zählt hier: lokal ja, produktionsreif für Tool-Orchestrierung nein.

Fazit & Empfehlung

Geeignet ist Mistral Small 4 für lokale, souveräne Assistenzfälle mit menschlicher Kontrolle, etwa Vorstrukturierung, einfache Zusammenfassungen oder UI-nahe Copilot-Aufgaben ohne harten Tool-Zwang. Nicht geeignet ist es für MCP-Pipelines, die selbstständig Tools auswählen, URLs konstruieren, Fetch-Aufrufe valide ausführen und fremde Tool-Ergebnisse präzise weiterreichen müssen. Wenn Sie diesem Modell eine Tool-Infrastruktur übergeben, brauchen Sie eine strikte äußere Orchestrierung, Validierung jeder Tool-Transition und idealerweise ein anderes Modell für den eigentlichen Tool-Use.

Diese Auswertung wurde automatisch auf Grundlage der Benchmark-Daten generiert. Eingesetztes Modell: GPT-5.4 von OpenAI. Die Rohdaten und die vollständige Methodik sind im GitHub-Projekt dokumentiert.