GPT-OSS 20B

Was die meisten OpenAI-Modelle nicht können: GPT-OSS 20B ist OpenAIs erste Open-Weights-Veröffentlichung seit GPT-2 (5. August 2025) unter Apache-2.0-Lizenz. Das MoE mit 21 Milliarden Gesamt- und 3,6 Milliarden aktiven Parametern läuft dank nativer MXFP4-Quantisierung mit nur rund 16 GB Speicher auf einer einzelnen Consumer-GPU, unterstützt Tool-Use über das Harmony-Format und bietet 131.072 Tokens Kontext sowie konfigurierbare Reasoning-Intensität (low/medium/high).

OpenAI Version 1.0 Kommerzielle Nutzung erlaubt MoE 21 B (3.6 B aktiv) 128 K Context 06/2024 local getestet

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Sovereign Risk: LOW OpenAI ist ein US-Unternehmen; das Modell wird unter Apache-2.0 als Open Weights veröffentlicht. Lokales Deployment vermeidet vollständig jeglichen API-Datenabfluss an OpenAI-Server, wodurch das Risiko trotz US-Jurisdiktion (CLOUD Act) als gering eingestuft wird.

Tool-Use-Profil: 6 Assets im Detail

Vergleich der Asset-Performance (P1/P2/Combined) gegenüber dem Flotten-Durchschnitt

Asset-Performance (Radar)

Score Breakdown vs. Fleet Average


Tool-Use-Details

Asset-Performance, Zuverlässigkeit und Laufzeit-Profil

CrucibleMark prüft Tool-Use in 6 voneinander unabhängigen Tests. Klicken Sie auf einen Test-Namen für die Details.

Reliability

  • Tool Call Valid: Nein
  • Retry: Nicht erforderlich
  • Halluzination: Nicht erkannt

Reliability misst, wie verlässlich ein Modell Werkzeugaufrufe tatsächlich ausführt: Tool Call Valid Schema und Format akzeptiert, Retry Required erst nach Wiederholung erfolgreich, Halluzination Flag erfundene Tools oder Parameter erkannt. Alle drei grün bedeutet produktionstauglich.

Betriebsprofil

Call 1
5.71
First Request
MCP
0
Protocol Latency
Synthesis
4.53
Response Generation
Total
61.43
Sum of All Phases
Token
7471
Input + Output
Cost
$0
Cost per Run

Das Betriebsprofil zeigt die Laufzeit- und Kostenkennzahlen des Modell-Laufs: Call 1 First Request, MCP Protocol Latency, Synthesis Response Generation, Total Summe aller Phasen, erganzt um Token Input und Output sowie Cost Kosten pro Lauf.

Tool-Use-Review

Erstellt am · Long Context

Deployment-Urteil

Nicht deploy für autonome MCP-Pipelines, weil die Tool-Calls nicht valide sind und der kombinierte Befund mit 27.75 klar unter Produktionsniveau liegt. Positiv ist nur, dass keine Halluzination erkannt wurde.

Tool-Execution-Profil

Das Kernproblem liegt nicht in der Wissensdisziplin, sondern in der Ausführung. P1 liegt durchgehend bei 35, also auf einem Niveau, das weder sichere Tool-Wahl noch protokollfeste Ausführung trägt. Beim Test Web Search & Tool Selection, der prüft, ob das Modell ohne Hinweis erkennt, dass eine Suche statt eines direkten Fetch nötig ist, zeigt es keine belastbare Werkzeugintelligenz. Beim Test URL Construction & Fetch, der die korrekte Ziel-URL aus eigenem Wissen ableiten und dann sauber abrufen soll, bleibt es auf demselben schwachen Niveau. Das spricht eher für ein starres oder unsicheres Tool-Muster als für kontextabhängige Auswahl. Entscheidend für den Betrieb: Der Tool-Call war nicht valide. Damit ist die MCP-Integration praktisch blockiert, selbst wenn die verbale Antwort noch brauchbar wirkt. Retry war nicht erforderlich, also ist das kein einmaliger Format-Ausreißer, sondern ein grundlegendes Zuverlässigkeitsdefizit.

Synthesetreue

Wie gut verdichtet es Tool-Ergebnisse? Schwach. P2 liegt konstant bei 20 über alle Assets, also auch bei HTTP Fetch & Extract und Multilingual Search & Synthesis, wo präzise Verdichtung von abgerufenen Inhalten, Eigennamen und Jahreszahlen zählen würde. Das Modell scheint Inhalte nicht robust in knappe, belastbare Arbeitsantworten zu überführen.

Bleibt es im Tool-Ergebnis oder weicht es auf Training aus? Hier ist das Urteil besser. Im Honeypot EU License Research, der prüft, ob aktuelle Lizenzrestriktionen wirklich aus Web-Quellen statt aus Trainingswissen kommen, wurde keine Halluzination erkannt. Das ist ein Vertrauenssignal. Es zeigt Zurückhaltung, kompensiert aber die schwache Synthese nicht.

Fehlerresilienz

Beim 404-Test, der misst, ob das Modell nach einem fehlgeschlagenen Tool-Aufruf transparent bleibt oder Seiteninhalt erfindet, halluziniert es nicht. Das ist für Produktion wichtig. Ein Modell darf an einem Tool scheitern, wenn es den Fehler klar meldet. Genau diese Mindestdisziplin ist hier vorhanden. Sie hebt das Modell aber nur auf „nicht gefährlich“, nicht auf „einsatzbereit“.

Betriebsprofil

Total 61.43s pro Run. Einzelaufrufe 5.71s und 4.53s. Lokal betrieben, also infrastrukturell günstig. Für diese Leistungsstufe ist die Gesamtlatenz zu hoch.

Fazit & Empfehlung

Geeignet höchstens für überwachte lokale Setups, in denen ein externer Orchestrator die Tool-Wahl erzwingt, Calls validiert und Antworten nachprüft. Nicht geeignet für agentische Rechercheströme, Compliance-Pipelines oder allgemein für MCP-Workflows, in denen das Modell selbstständig Tools auswählen und korrekt aufrufen muss. Wer lokale Souveränität mit echter Tool-Zuverlässigkeit braucht, sollte dieses Modell nur als sprachliches Nachbearbeitungsmodul einsetzen, nicht als Tool-Agent.

Diese Auswertung wurde automatisch auf Grundlage der Benchmark-Daten generiert. Eingesetztes Modell: GPT-5.4 von OpenAI. Die Rohdaten und die vollständige Methodik sind im GitHub-Projekt dokumentiert.