GLM-4.7

GLM-4.7 ist das Flagship-Modell von Zhipu AI mit 355 Milliarden Gesamt- und 32 Milliarden aktiven Parametern in MoE-Architektur, optimiert für agentisches Coding, Reasoning und bilinguale Aufgaben in Chinesisch und Englisch. Das Modell unterstützt schaltbares Thinking-System und ist als Open-Weights-Variante lokal oder über Cloud-Schnittstellen einsetzbar.

Zhipu AI Version 4.7 Kommerzielle Nutzung erlaubt MoE 355 B (32 B aktiv) 128 K Context 12/2025 $0.4 / $1.75 per 1M

  • Restricted Weights
  • Server
  • OpenRouter
  • Text
  • Instruction-Tuned
  • Batch

Sovereign Risk: HIGH Zhipu AI / Z.AI ist ein chinesisches Unternehmen und unterliegt dem chinesischen National Security Law (NSL), das staatlichen Zugriff auf Daten ermöglichen kann. Das BSI hat im Februar 2025 explizit vor der Nutzung chinesischer KI-Cloud-Dienste gewarnt (BSI-Referenz: Warnung DeepSeek, 04.02.2025); diese Risikoeinschätzung gilt analog für alle chinesischen Cloud-KI-Anbieter, die Nutzerdaten auf chinesischen Servern verarbeiten. Bei rein lokaler Inferenz entfällt das Cloud-Act-äquivalente Risiko.

Tool-Use-Profil: 6 Assets im Detail

Vergleich der Asset-Performance (P1/P2/Combined) gegenüber dem Flotten-Durchschnitt

Asset-Performance (Radar)

Score Breakdown vs. Fleet Average


Tool-Use-Details

Asset-Performance, Zuverlässigkeit und Laufzeit-Profil

CrucibleMark prüft Tool-Use in 6 voneinander unabhängigen Tests. Klicken Sie auf einen Test-Namen für die Details.

Reliability

  • Tool Call Valid: Nein
  • Retry: Nicht erforderlich
  • Halluzination: Erkannt

Reliability misst, wie verlässlich ein Modell Werkzeugaufrufe tatsächlich ausführt: Tool Call Valid Schema und Format akzeptiert, Retry Required erst nach Wiederholung erfolgreich, Halluzination Flag erfundene Tools oder Parameter erkannt. Alle drei grün bedeutet produktionstauglich.

Betriebsprofil

Call 1
8.29
First Request
MCP
0.97
Protocol Latency
Synthesis
30.87
Response Generation
Total
240.8
Sum of All Phases
Token
19726
Input + Output
Cost
$0
Cost per Run

Das Betriebsprofil zeigt die Laufzeit- und Kostenkennzahlen des Modell-Laufs: Call 1 First Request, MCP Protocol Latency, Synthesis Response Generation, Total Summe aller Phasen, erganzt um Token Input und Output sowie Cost Kosten pro Lauf.

Tool-Use-Review

· Instruction-Tuned

Deployment-Urteil

Bedingt deployen, weil GLM-4.7 Tools meist sinnvoll einsetzt, aber die ungültigen Tool-Calls und die schwache Verdichtung der Ergebnisse das Vertrauen in produktive MCP-Pipelines begrenzen.

Tool-Execution-Profil

Das Modell zeigt echte Werkzeugwahl statt bloßem Schema-Folgen. Beim Test Web Search & Tool Selection, der ohne expliziten Hinweis die Wahl zwischen Suche und direktem Abruf prüft, trifft es die richtige Entscheidung durchgehend. Das spricht für brauchbare Tool-Intelligenz in offenen Pipelines. Beim URL-Construction-Test, der die korrekte Ziel-URL aus Vorwissen ableiten und dann abrufen lässt, ist es nur teilweise präzise. Das ist der wichtigere Befund für Produktion, weil hier aus richtiger Absicht kein deterministischer Call wird. Dazu passt der Gesamtbefund: P1 ist solide, aber der Tool-Call war nicht durchgehend valide. Das ist kein Verständnisproblem auf hoher Ebene, sondern ein Ausführungsproblem an der Schnittstelle zum MCP-Protokoll.

Synthesetreue

Wie gut verdichtet es Tool-Ergebnisse? Nur eingeschränkt belastbar. Die Synthese bleibt oft auf mittlerem Niveau und verliert bei Extraktion und Zusammenführung an Präzision, besonders bei HTTP Fetch & Extract und bei der EU License Research. Für Workflows, in denen das Modell recherchierte Inhalte in kurze, belastbare Entscheidungsnotizen überführen soll, ist das zu dünn.

Bleibt es im Tool-Ergebnis oder weicht es auf Training aus? Im Honeypot EU License Research, der prüfen soll, ob aktuelle Lizenzrestriktionen wirklich aus Web-Quellen statt aus Trainingswissen kommen, bleibt GLM-4.7 auf der richtigen Seite. Das ist der wichtigste Vertrauenspunkt. Gleichzeitig wurde im Gesamtlauf eine Halluzination erkannt. Das ist kein bloßer Qualitätsmangel, sondern ein Sicherheitsrisiko: Sobald ein Modell erfundene Fakten als Tool-Ergebnis darstellt, verliert die gesamte Tool-Infrastruktur ihren Vertrauensanker.

Fehlerresilienz

Beim 404-Test, der transparentes Verhalten bei einem gescheiterten Tool-Aufruf misst, reagiert GLM-4.7 akzeptabel. Es erfindet keinen Seiteninhalt und kommuniziert den Fehlschlag erkennbar. Das ist produktionsfähig. Die Ausführung ist nicht elegant, aber sicherer als ein Modell, das Lücken mit plausibel klingendem Ersatz füllt.

Souveränitätsprofil

Lokal betreibbar und damit grundsätzlich für souveräne Deployments interessant. Die Leistung liegt jedoch 0.89 Punkte unter dem Fleet-Ø von 68.17. Der operative Vorteil ist weniger Rohleistung als die Möglichkeit, ein großes Modell ohne Cloud-Abhängigkeit in eigene Kontrollzonen zu holen.

Fazit & Empfehlung

Geeignet für lokale oder souveräne MCP-Pipelines mit menschlicher Nachkontrolle, vor allem wenn Tool-Auswahl wichtiger ist als perfekte Verdichtung. Nicht geeignet für Compliance-, Policy- oder Extraktionsstrecken, in denen jede Antwort strikt aus Tool-Resultaten ableitbar sein muss. Wer GLM-4.7 einsetzt, sollte strikte Output-Validierung, Quellenbindung und Guardrails für Tool-Call-Formate vorschalten.

Diese Auswertung wurde automatisch auf Grundlage der Benchmark-Daten generiert. Eingesetztes Modell: GPT-5.4 von OpenAI. Die Rohdaten und die vollständige Methodik sind im GitHub-Projekt dokumentiert.