Xiaomi MiMo V2.5 Pro

Xiaomi MiMo V2.5 Pro ist Xiaomis Flaggschiff mit 1,02 Billionen Gesamt- und 42 Milliarden aktiven Parametern für Frontier-Reasoning und agentische Workflows. Die hybride Attention-Architektur reduziert den KV-Cache-Speicher deutlich, das Kontextfenster umfasst eine Million Tokens. Nativ omnimodal für Text, Bild, Video und Audio, unter MIT-Lizenz voll kommerziell nutzbar.

Xiaomi Version V2.5-Pro Kommerzielle Nutzung erlaubt MoE 1020 B (42 B aktiv) 1024 K Context 05/2025 $0.435 / $0.87 per 1M

  • Open Weights
  • Frontier
  • OR
  • Text
  • Vision
  • Video
  • Audio
  • Instruction-Tuned
  • Agentic Orchestrator
  • Batch

Sovereign Risk: MEDIUM Xiaomi ist ein chinesisches Unternehmen und unterliegt dem chinesischen Datensicherheitsgesetz (DSG) und dem Nachrichtendienstgesetz (NSG). Die Gewichte sind unter MIT-Lizenz öffentlich verfügbar. Bei Cloud-Nutzung ist staatlicher Zugriff auf übertragene Daten theoretisch möglich. Lokales Deployment mit den öffentlichen Gewichten reduziert das Risiko – NSG ist nur bei Cloud-API-Nutzung direkt relevant.

Tool-Use-Profil: 6 Assets im Detail

Vergleich der Asset-Performance (P1/P2/Combined) gegenüber dem Flotten-Durchschnitt

Asset-Performance (Radar)

Score Breakdown vs. Fleet Average


Tool-Use-Details

Asset-Performance, Zuverlässigkeit und Laufzeit-Profil

CrucibleMark prüft Tool-Use in 6 voneinander unabhängigen Tests. Klicken Sie auf einen Test-Namen für die Details.

Reliability

  • Tool Call Valid: Nein
  • Retry: Nicht erforderlich
  • Halluzination: Erkannt

Reliability misst, wie verlässlich ein Modell Werkzeugaufrufe tatsächlich ausführt: Tool Call Valid Schema und Format akzeptiert, Retry Required erst nach Wiederholung erfolgreich, Halluzination Flag erfundene Tools oder Parameter erkannt. Alle drei grün bedeutet produktionstauglich.

Betriebsprofil

Call 1
5.92
First Request
MCP
0.75
Protocol Latency
Synthesis
15.88
Response Generation
Total
135.3
Sum of All Phases
Token
7651
Input + Output
Cost
$0.005
Cost per Run

Das Betriebsprofil zeigt die Laufzeit- und Kostenkennzahlen des Modell-Laufs: Call 1 First Request, MCP Protocol Latency, Synthesis Response Generation, Total Summe aller Phasen, erganzt um Token Input und Output sowie Cost Kosten pro Lauf.

Tool-Use-Review

Erstellt am · Instruction-Tuned · Agentic Orchestrator

Deployment-Urteil

Bedingt deploy, weil die Tool-Ausführung stark wirkt, das Modell aber mit erkannter Halluzination und ungültigem Tool-Call kein hinreichend verlässliches Fundament für unbeaufsichtigte MCP-Pipelines bietet.

Tool-Execution-Profil

Xiaomi MiMo V2.5 Pro zeigt grundsätzlich brauchbare Tool-Fähigkeit. Der P1-Wert von 90.00 spricht dafür, dass es Werkzeuge aktiv einbezieht und Aufgaben nicht reflexhaft aus dem Parametergedächtnis beantwortet. Für den Produktionseinsatz zählt aber nicht nur die Nutzungsbereitschaft, sondern Protokolltreue. Genau dort liegt der Bruch: Der Tool-Call war nicht valide, obwohl kein Retry nötig war. Das deutet weniger auf ein vorübergehendes Formatproblem als auf unzuverlässige Call-Erzeugung im ersten Versuch.

Zu den Tests Web Search & Tool Selection und URL Construction & Fetch liegen keine Einzelwerte vor. Deshalb lässt sich nicht sauber trennen, ob die hohe P1-Leistung aus guter Werkzeugwahl oder aus starker Ausführung nach korrektem Prompting stammt. Für Architekten ist das relevant: Aktuell gibt es kein belastbares Signal, dass das Modell in dynamischen Pipelines selbstständig zwischen Suche und direktem Fetch unterscheidet, statt einem festen Muster zu folgen.

Synthesetreue

Wie gut verdichtet es Tool-Ergebnisse? Eher schwach. Der P2-Wert von 44.17 ist für ein Frontier-Reasoning-Modell zu niedrig, wenn aus mehreren Tool-Rückgaben belastbare, knappe und faktentreue Antworten entstehen sollen. Das Modell kann also offenbar Daten beschaffen, verliert aber beim Zusammenführen und Verdichten an Präzision. Genau das ist in produktiven Tool-Ketten oft der eigentliche Engpass.

Bleibt es im Tool-Ergebnis oder weicht es auf Training aus? Im Honeypot EU License Research, der prüft ob aktuelle Lizenzrestriktionen wirklich aus Web-Quellen geholt werden, wurde keine Halluzination erkannt. Das ist positiv. Gleichzeitig bleibt der globale Halluzinationsbefund ein Sicherheitsrisiko: Sobald ein Modell erfundene Fakten als Ergebnis einer Tool-Pipeline ausgibt, beschädigt es die Vertrauenskette der gesamten Infrastruktur, unabhängig von seiner allgemeinen Antwortqualität.

Fehlerresilienz

Im 404-Test Tool Failure Handling, der transparentes Verhalten bei fehlschlagendem Tool-Call prüft, halluzinierte das Modell keinen Seiteninhalt. Das ist produktionsreif. Es signalisiert, dass MiMo V2.5 Pro bei offensichtlichem Werkzeugfehler nicht automatisch Ersatzfakten konstruiert. Für robuste Orchestrierung ist das ein klarer Pluspunkt.

Betriebsprofil

Total: 135.30s. Langsam.
MCP-Latenz: 0.75s. Tool-Schicht ist nicht der Engpass.
Modell-Calls: 5.92s und 15.88s. Der Rest der Laufzeit spricht für zähe End-to-End-Orchestrierung.
Kosten/Run: local. Günstig betreibbar, aber die Zeitkosten sind im Verhältnis zur nur moderaten Gesamtleistung hoch.

Fazit & Empfehlung

Geeignet für überwachte Research- und Engineering-Pipelines, in denen ein nachgelagerter Validator Tool-Calls und Endsynthese prüft. Nicht geeignet für autonome Compliance-, URL-sensitive oder kundennahe Antwortsysteme, in denen jeder Tool-Call formal korrekt und jede Zusammenfassung strikt quellentreu sein muss. Wer MiMo V2.5 Pro einsetzt, sollte es als starken Beschaffer unter Kontrolle behandeln, nicht als vertrauenswürdigen letzten Entscheider.

Diese Auswertung wurde automatisch auf Grundlage der Benchmark-Daten generiert. Eingesetztes Modell: GPT 4.5 von OpenAI. Die Rohdaten und die vollständige Methodik sind im GitHub-Projekt dokumentiert.