Llama 4 Scout 17B

Llama 4 Scout ist Metas multimodales Modell der vierten Llama-Generation, das allgemeine Sprachverarbeitung mit Bildverständnis in einer effizienten MoE-Architektur kombiniert. Von 109 Milliarden Gesamtparametern sind pro Token nur 17 Milliarden aktiv, das Kontextfenster umfasst 128.000 Tokens. Unter der Llama-4-Community-Lizenz verfügbar, die für EU-Domizilierte bei Self-Hosting und Deployment Einschränkungen enthält.

Meta Version 4 Kommerzielle Nutzung erlaubt MoE 109 B (17 B aktiv) 128 K Context 12/2024 $0.11 / $0.34 per 1M

  • Restricted Weights
  • Server
  • GR
  • Text
  • Vision
  • Instruction-Tuned
  • Real-Time

Sovereign Risk: MEDIUM Meta ist ein US-amerikanisches Unternehmen und unterliegt dem CLOUD Act, der staatlichen Zugriff auf Daten bei API-Nutzung ermöglichen kann. Die Gewichte sind öffentlich verfügbar. Die Llama 4 Community License schließt multimodale Llama-4-Modelle für EU-Domizilierte bei Selbstbetrieb/Deployment aus; Endkundennutzung über Drittanbieter-APIs bleibt davon getrennt zu bewerten.

Tool-Use-Profil: 6 Assets im Detail

Vergleich der Asset-Performance (P1/P2/Combined) gegenüber dem Flotten-Durchschnitt

Asset-Performance (Radar)

Score Breakdown vs. Fleet Average


Tool-Use-Details

Asset-Performance, Zuverlässigkeit und Laufzeit-Profil

CrucibleMark prüft Tool-Use in 6 voneinander unabhängigen Tests. Klicken Sie auf einen Test-Namen für die Details.

Reliability

  • Tool Call Valid: Nein
  • Retry: Erforderlich
  • Halluzination: Nicht erkannt

Reliability misst, wie verlässlich ein Modell Werkzeugaufrufe tatsächlich ausführt: Tool Call Valid Schema und Format akzeptiert, Retry Required erst nach Wiederholung erfolgreich, Halluzination Flag erfundene Tools oder Parameter erkannt. Alle drei grün bedeutet produktionstauglich.

Betriebsprofil

Call 1
0.97
First Request
MCP
0
Protocol Latency
Synthesis
1.05
Response Generation
Total
12.08
Sum of All Phases
Token
4405
Input + Output
Cost
$0.0011
Cost per Run

Das Betriebsprofil zeigt die Laufzeit- und Kostenkennzahlen des Modell-Laufs: Call 1 First Request, MCP Protocol Latency, Synthesis Response Generation, Total Summe aller Phasen, erganzt um Token Input und Output sowie Cost Kosten pro Lauf.

Tool-Use-Review

Aktualisiert am · Instruction-Tuned

Deployment-Urteil

Nicht deploy für produktive MCP-Tool-Pipelines, weil die Tool-Calls nicht valide waren, ein Retry erforderlich wurde und die Gesamtausführung trotz fehlender Halluzinationen kein belastbares Protokollvertrauen herstellt.

Tool-Execution-Profil

Llama 4 Scout 17B zeigt kein verlässliches Tool-Verhalten. P1 bleibt über alle Aufgaben bei 35 und damit auffällig flach. Das spricht nicht für situationsabhängige Werkzeugwahl, sondern für ein starres oder nur teilweise protokollkonformes Muster. Beim Test Web Search & Tool Selection, der ohne expliziten Hinweis die Wahl zwischen Suche und direktem Fetch erzwingt, erkennt das Modell den Bedarf nicht robust genug. Beim Test URL Construction & Fetch, der die korrekte Ziel-URL aus Vorwissen ableiten und anschließend per Fetch abrufen lässt, wirkt die Ausführung ebenfalls nicht deterministisch. Dass retry_required=true gesetzt ist, deutet hier eher auf ein Format- oder Protokollproblem als auf reines Inhaltsverständnis. Für MCP-Betrieb ist genau das kritisch: Ein Modell darf in der Tool-Ausgabe nicht “fast richtig” sein.

Synthesetreue

Wie gut verdichtet es Tool-Ergebnisse? Nur eingeschränkt. In fünf von sechs Assets liegt P2 bei 40 und damit auf einfachem, brauchbarem Verdichtungsniveau. Sobald die Aufgabe aber eine saubere, quellengebundene Zusammenführung aktueller Web-Inhalte verlangt, bricht die Leistung sichtbar ein. Der Ausschlag kommt aus EU License Research mit P2=0.

Bleibt es im Tool-Ergebnis oder weicht es auf Training aus? Das Vertrauensurteil ist negativ, obwohl keine formale Halluzination markiert wurde. Im Honeypot EU License Research, der prüft, ob aktuelle Lizenzrestriktionen aus Web-Quellen statt aus Trainingswissen beantwortet werden, verfehlt das Modell die inhaltliche Verifikation vollständig. Content-Verification-State B2 bei P2=0 heißt in der Praxis: Die Antwort bleibt nicht belastbar an die abgerufenen Quellen gebunden. Für Compliance-, Policy- oder Regulated-Research-Pipelines ist das nicht ausreichend.

Fehlerresilienz

Bei Tool-Fehlern reagiert das Modell akzeptabel. Im Test Tool Failure Handling (404), der transparenten Umgang mit einem fehlschlagenden Abruf prüft, halluziniert es keinen Ersatzinhalt und erreicht P2=40. Das ist produktionsfähig im engen Sinn: Fehler werden eher offengelegt als kaschiert. Diese Stärke kompensiert aber nicht die schwache Tool-Validität.

Souveränitätsprofil

Lokal betreibbar, aber nicht fleet-kompetitiv. Der Sovereignty Gap liegt bei -1.37 Punkten unter dem Fleet-Ø von 67.84. Hinzu kommt eine harte Einschränkung: EU-domicilierte Organisationen dürfen Llama 4 laut Meta-Lizenz nicht selbst deployen. Für souveräne EU-Setups fällt das Modell damit praktisch aus.

Fazit & Empfehlung

Geeignet allenfalls für interne Assistenz-Workflows mit menschlicher Kontrolle, einfacher Web-Zusammenfassung und tolerierbaren Retries. Nicht geeignet für autonome MCP-Pipelines, Compliance-Recherche, deterministische Tool-Orchestrierung oder jede Kette, in der Tool-Calls formal korrekt und quellengebundene Synthesen zwingend sein müssen. Das Modell ist textuell oft brauchbar, aber als Infrastrukturträger nicht belastbar genug.

Diese Auswertung wurde automatisch auf Grundlage der Benchmark-Daten generiert. Eingesetztes Modell: GPT 4.5 von OpenAI. Die Rohdaten und die vollständige Methodik sind im GitHub-Projekt dokumentiert.