Gemma 4 31B Creative Wordsmith (Uncensored)

Vierstufige Community-Derivat-Kette auf Gemma-4-31B-Basis: Google DeepMind als Ursprung, dann ConicCat-Fine-Tune für kreative Prosa, eine Abliteration durch llmfan46 zur Entfernung der Sicherheitsfilter und schliesslich eine Q8-Quantisierung von mradermacher. Das uncensored-Modell ist auf kreatives Schreiben, Rollenspiel und Übersetzung optimiert, arbeitet mit 128.000 Tokens Kontextfenster und ist unter Apache-2.0-Lizenz lokal betreibbar.

Google Version 4 Kommerzielle Nutzung erlaubt Dense 31 B 256 K Context 01/2025 local getestet

  • Open Weights
  • Workstation
  • SPRK
  • Text
  • Instruction-Tuned
  • Uncensored
  • Batch

Sovereign Risk: MEDIUM Das Basismodell stammt von Google DeepMind (US-Jurisdiktion, CLOUD Act bei Cloud-Nutzung). Die Gewichte durchliefen eine mehrstufige Community-Modifikationskette (ConicCat Fine-Tune → llmfan46 ARA-Abliteration via Heretic v1.2.0 → mradermacher GGUF). Bei rein lokaler Inferenz ist das CLOUD-Act-Risiko minimal, jedoch schränkt die Modifikationskette die vollständige Nachvollziehbarkeit ein.

Tool-Use-Profil: 6 Assets im Detail

Vergleich der Asset-Performance (P1/P2/Combined) gegenüber dem Flotten-Durchschnitt

Asset-Performance (Radar)

Score Breakdown vs. Fleet Average


Tool-Use-Details

Asset-Performance, Zuverlässigkeit und Laufzeit-Profil

CrucibleMark prüft Tool-Use in 6 voneinander unabhängigen Tests. Klicken Sie auf einen Test-Namen für die Details.

Reliability

  • Tool Call Valid: Nein
  • Retry: Nicht erforderlich
  • Halluzination: Nicht erkannt

Reliability misst, wie verlässlich ein Modell Werkzeugaufrufe tatsächlich ausführt: Tool Call Valid Schema und Format akzeptiert, Retry Required erst nach Wiederholung erfolgreich, Halluzination Flag erfundene Tools oder Parameter erkannt. Alle drei grün bedeutet produktionstauglich.

Betriebsprofil

Call 1
9.29
First Request
MCP
0.86
Protocol Latency
Synthesis
43.73
Response Generation
Total
323.27
Sum of All Phases
Token
9494
Input + Output
Cost
$0
Cost per Run

Das Betriebsprofil zeigt die Laufzeit- und Kostenkennzahlen des Modell-Laufs: Call 1 First Request, MCP Protocol Latency, Synthesis Response Generation, Total Summe aller Phasen, erganzt um Token Input und Output sowie Cost Kosten pro Lauf.

Tool-Use-Review

· Instruction-Tuned · Uncensored

Deployment-Urteil

Bedingt deploy, weil die Tool-Nutzung oft funktioniert, aber die Protokolltreue der Calls nicht sauber genug ist und die Synthese aus Tool-Ergebnissen für produktive Entscheidungswege zu unzuverlässig bleibt.

Tool-Execution-Profil

Das Modell zeigt echte Werkzeugintelligenz, nicht nur starres Musterverhalten. Beim Web-Search-and-Tool-Selection-Test erkennt es ohne expliziten Hinweis korrekt, dass zuerst Suche statt direktem Fetch nötig ist. Das ist ein starkes Signal für dynamische MCP-Pipelines. Auch beim URL-Construction-and-Fetch-Test leitet es Zielpfade meist brauchbar ab, aber nicht präzise genug für deterministische Abläufe. Der Unterschied zwischen perfekter Tool-Auswahl und nur ordentlicher URL-Konstruktion zeigt: Die Planungsentscheidung sitzt besser als die operative Ausführung.

Kritisch bleibt die formale Seite. Tool-Call valide ist false, obwohl kein Retry nötig war. Das spricht weniger für Verständnisprobleme als für unzuverlässige Protokoll- oder Argumenttreue im ersten Versuch. In einer MCP-Kette ist genau das teuer, weil Orchestratoren dann mit Guardrails oder Post-Validation nacharbeiten müssen.

Synthesetreue

Wie gut verdichtet es Tool-Ergebnisse? Nur eingeschränkt belastbar. Die P2-Leistung zeigt, dass das Modell gefundene Inhalte oft nur grob zusammenzieht, statt sie präzise zu verdichten. Das sieht man besonders bei EU License Research und Multilingual Search and Synthesis, wo die Recherche gelingt, die nachgelagerte Verdichtung aber zu flach bleibt. Für menschenlesbare Notizen reicht das. Für Compliance-, Policy- oder Architekturentscheidungen reicht es nicht.

Bleibt es im Tool-Ergebnis oder weicht es auf Training aus? Hier ist das Vertrauensurteil besser als die Verdichtungsqualität. Im Honeypot EU License Research, der prüft, ob aktuelle Lizenzrestriktionen aus Web-Quellen statt aus Trainingswissen kommen, wurde keine Halluzination erkannt. Das Modell wirkt also nicht erfinderisch, sondern eher unscharf. Für Produktion ist das der bessere Fehler.

Fehlerresilienz

Beim 404-Test, der transparentes Verhalten bei Tool-Fehlern prüft, halluziniert das Modell keinen Ersatzinhalt. Das ist der entscheidende Punkt. Die Qualität der Fehlerkommunikation ist dennoch nur begrenzt gut, weil die Antwort nicht sauber genug in einen klaren Fehlerpfad übersetzt wird. Produktionskritisch wäre erfundener Seiteninhalt. Das passiert hier nicht.

Souveränitätsprofil

Lokal betreibbar, kommerziell nutzbar und ohne externen Datentransfer einsetzbar. Mit 65.50 Combined liegt es 0.75 Punkte unter dem Fleet-Ø von 66.55. Das ist nah genug am Flottenschnitt, um als souveräne Option relevant zu bleiben. Die Modifikationskette der Gewichte senkt aber die Nachvollziehbarkeit.

Fazit & Empfehlung

Geeignet für lokale Recherche- und Assistenzpipelines, in denen ein Orchestrator Tool-Calls validiert, Fehlerfälle abfängt und ein Mensch die Endverdichtung prüft. Nicht geeignet für MCP-Strecken, die aus Tool-Ergebnissen direkt belastbare Aussagen für Compliance, Lizenzbewertung oder andere hochpräzise Entscheidungslogik ableiten. Wenn Sie ein lokales Modell mit brauchbarer Tool-Intelligenz suchen, ist es ein Kandidat. Wenn Sie einer unbeaufsichtigten Tool-Infrastruktur die Endantwort anvertrauen wollen, ist es noch nicht stabil genug.

Diese Auswertung wurde automatisch auf Grundlage der Benchmark-Daten generiert. Eingesetztes Modell: GPT 4.5 von OpenAI. Die Rohdaten und die vollständige Methodik sind im GitHub-Projekt dokumentiert.