Gemma 4 26B-A4B Instruct

Google DeepMind unterscheidet Gemma 4 26B-A4B Instruct bewusst von früheren Gemma-Generationen: unter echter Apache-2.0-Lizenz, also ohne restriktive Gemma-Nutzungsbedingungen. Das Open-Weight-MoE aktiviert pro Token nur etwa 3,8 von 25,2 Milliarden Parametern und unterstützt Multi-Token-Prediction für schnelleres Decoding. Multimodalität für Text und Bild, 262.144 Tokens Kontext, natives Function-Calling und konfigurierbarer Thinking-Modus runden das Profil ab.

Google Version 4-26B-A4B-Instruct Kommerzielle Nutzung erlaubt MoE 25.2 B (3.8 B aktiv) 262 K Context 02/2026 local getestet

  • Open Weights
  • Workstation
  • VSPK
  • Text
  • Vision
  • Instruction-Tuned
  • Interactive

Sovereign Risk: MEDIUM Google DeepMind ist ein US-Unternehmen, daher besteht bei Cloud-/API-Nutzung (z.B. Google Cloud, OpenRouter) US-CLOUD-Act-Exposition. Gemma 4 wurde im Gegensatz zu älteren Gemma-Generationen unter echter Apache-2.0-Lizenz veröffentlicht (keine Gemma Terms of Use mehr), was Fine-Tuning und kommerzielle Nutzung ohne Auflagen erlaubt. Bei rein lokalem Betrieb über llama.cpp/GGUF entfällt die CLOUD-Act-Relevanz vollständig, da keine Datenübertragung an Google erfolgt. Weights sind offen auf Hugging Face verfügbar.

Tool-Use-Profil: 6 Assets im Detail

Vergleich der Asset-Performance (P1/P2/Combined) gegenüber dem Flotten-Durchschnitt

Asset-Performance (Radar)

Score Breakdown vs. Fleet Average


Tool-Use-Details

Asset-Performance, Zuverlässigkeit und Laufzeit-Profil

CrucibleMark prüft Tool-Use in 6 voneinander unabhängigen Tests. Klicken Sie auf einen Test-Namen für die Details.

Reliability

  • Tool Call Valid: Nein
  • Retry: Nicht erforderlich
  • Halluzination: Nicht erkannt

Reliability misst, wie verlässlich ein Modell Werkzeugaufrufe tatsächlich ausführt: Tool Call Valid Schema und Format akzeptiert, Retry Required erst nach Wiederholung erfolgreich, Halluzination Flag erfundene Tools oder Parameter erkannt. Alle drei grün bedeutet produktionstauglich.

Betriebsprofil

Call 1
2.16
First Request
MCP
1.05
Protocol Latency
Synthesis
8.45
Response Generation
Total
69.95
Sum of All Phases
Token
10800
Input + Output
Cost
$0
Cost per Run

Das Betriebsprofil zeigt die Laufzeit- und Kostenkennzahlen des Modell-Laufs: Call 1 First Request, MCP Protocol Latency, Synthesis Response Generation, Total Summe aller Phasen, erganzt um Token Input und Output sowie Cost Kosten pro Lauf.

Tool-Use-Review

Aktualisiert am · Instruction-Tuned

Deployment-Urteil

Bedingt deploy, weil die Tool-Ausführung stark ist, aber die Synthesetreue für produktionsnahe Wissens- und Compliance-Pipelines nicht stabil genug wirkt. Der Combined-Score ist gut, doch der invalide Tool-Call verhindert ein uneingeschränktes Freigabesignal.

Tool-Execution-Profil

Gemma 4 26B-A4B Instruct zeigt echte Werkzeugwahl-Kompetenz, nicht nur starres Ablaufmuster. Beim Test Web Search & Tool Selection, der ohne expliziten Hinweis die Wahl zwischen Suche und direktem Abruf prüft, erkennt es den Bedarf für web_search sehr zuverlässig. Das spricht für brauchbare Planungslogik in dynamischen MCP-Pipelines. Beim Test URL Construction & Fetch, der die Ableitung einer Ziel-URL aus Vorwissen und den anschließenden fetch misst, arbeitet es brauchbar, aber weniger deterministisch. Genau dort sieht man die Grenze: gute Werkzeugintelligenz, aber keine durchgehend präzise Call-Erzeugung. Dass der Tool-Call insgesamt als nicht valide markiert wurde, ist für produktive Orchestrierung relevant. Es ist kein Retry nötig gewesen, also eher kein bloßes Formatproblem unter Last, sondern ein punktuelles Zuverlässigkeitsdefizit in der Ausführung.

Synthesetreue

Wie gut verdichtet es Tool-Ergebnisse? Nur eingeschränkt. Die P2-Leistung bleibt mit 56.67 klar hinter der Tool-Ausführung zurück. Über die sechs Aufgaben hinweg extrahiert es Informationen meist korrekt genug, verdichtet sie aber oft zu grob. Besonders bei EU License Research, also dem Test auf aktuelle Lizenzrestriktionen aus Web-Quellen, fällt die Verdichtung deutlich ab. Für reine Retrieval- und Weiterleitungsaufgaben ist das noch tragbar. Für Entscheider-Outputs, die präzise Einschränkungen, Versionen oder Ausnahmen sauber zusammenfassen müssen, ist es zu unscharf.

Bleibt es im Tool-Ergebnis oder weicht es auf Training aus? Das Vertrauenssignal ist besser als die P2-Note vermuten lässt. Im Honeypot EU License Research halluziniert es nicht und erfindet keine aktuellen Web-Befunde aus dem Training. Das ist wichtig. Das Modell wirkt also eher komprimierend und ungenau als frei erfindend. Für Produktionsvertrauen ist das deutlich besser als ein kreatives Modell mit höherem Halluzinationsrisiko.

Fehlerresilienz

Bei Tool-Fehlern bleibt das Modell akzeptabel. Im 404-Test, der transparenten Umgang mit fehlgeschlagenen Abrufen statt erfundenem Ersatzinhalt misst, halluziniert es keinen Seiteninhalt. Die Fehlerkommunikation ist damit produktionsfähig. P2 60 zeigt aber auch hier, dass die Einordnung des Fehlers nicht immer maximal präzise oder handlungsleitend ausfällt.

Betriebsprofil

Call 1: 2.16s. MCP-Latenz: 1.05s. Call 2: 8.45s. Total: 69.95s.
Lokal. Keine Laufkosten pro Run.
Für die gebotene Leistung günstig, aber insgesamt langsam.

Fazit & Empfehlung

Geeignet für lokal betriebene MCP-Pipelines, in denen Tool-Wahl, Web-Recherche und robuste Fehleroffenlegung wichtiger sind als hochwertige Endverdichtung. Gut passend für Operator-Assists, Recherche-Vorstufen, mehrstufige Agenten mit nachgelagerter Verifikation und souveräne Deployments mit Apache-2.0-Anforderungen. Nicht die erste Wahl für Compliance-Ausgaben, Executive Summaries oder Systeme, in denen der Modelltext selbst als belastbares Endartefakt dient. Wer es einsetzt, sollte Tool-Calls strikt validieren und die finale Synthese durch Regeln, Reranking oder ein stärkeres Prüfmodell absichern.

Diese Auswertung wurde automatisch auf Grundlage der Benchmark-Daten generiert. Eingesetztes Modell: GPT 4.5 von OpenAI. Die Rohdaten und die vollständige Methodik sind im GitHub-Projekt dokumentiert.