Qwen 3.5 27B

Qwen 3.5 27B ist Alibabas dichte 27-Milliarden-Parameter-Variante der Qwen3.5-Familie (Februar 2026), eine offene Apache-2.0-Veröffentlichung mit nativer Multimodalität für Text, Bild und Video. Die Hybrid-Architektur aus Gated-DeltaNet- und Gated-Attention-Blöcken bietet 262.144 Tokens Kontext (erweiterbar auf rund eine Million via YaRN), bis zu 65.536 Tokens Output und starke Coding-Leistung (SWE-bench Verified 72,4) — die einzige dichte Variante der Qwen3.5-Familie.

Alibaba Version 3.5 Kommerzielle Nutzung erlaubt Dense 27 B (27 B aktiv) 262 K Context 04/2026 local getestet

  • Open Weights
  • Workstation
  • vLLM
  • Text
  • Vision
  • Video
  • Instruction-Tuned
  • Long Context
  • Unusable

Sovereign Risk: MEDIUM Das Modell wurde von Alibaba Cloud in China entwickelt. Obwohl die Gewichte unter der Apache 2.0 Lizenz frei verfügbar sind, unterliegt der Entwickler der chinesischen Rechtsprechung. Dies kann für Nutzer in anderen Rechtsräumen Überlegungen hinsichtlich Datenschutz und -sicherheit mit sich bringen. Das Risiko wird als ‘mittel’ eingestuft, da die offenen Gewichte eine lokale Nutzung ohne Datenübermittlung an den Hersteller ermöglichen.

Tool-Use-Profil: 6 Assets im Detail

Vergleich der Asset-Performance (P1/P2/Combined) gegenüber dem Flotten-Durchschnitt

Asset-Performance (Radar)

Score Breakdown vs. Fleet Average


Tool-Use-Details

Asset-Performance, Zuverlässigkeit und Laufzeit-Profil

CrucibleMark prüft Tool-Use in 6 voneinander unabhängigen Tests. Klicken Sie auf einen Test-Namen für die Details.

Reliability

  • Tool Call Valid: Nein
  • Retry: Nicht erforderlich
  • Halluzination: Erkannt

Reliability misst, wie verlässlich ein Modell Werkzeugaufrufe tatsächlich ausführt: Tool Call Valid Schema und Format akzeptiert, Retry Required erst nach Wiederholung erfolgreich, Halluzination Flag erfundene Tools oder Parameter erkannt. Alle drei grün bedeutet produktionstauglich.

Betriebsprofil

Call 1
7.55
First Request
MCP
2.32
Protocol Latency
Synthesis
117.62
Response Generation
Total
764.95
Sum of All Phases
Token
19575
Input + Output
Cost
$0
Cost per Run

Das Betriebsprofil zeigt die Laufzeit- und Kostenkennzahlen des Modell-Laufs: Call 1 First Request, MCP Protocol Latency, Synthesis Response Generation, Total Summe aller Phasen, erganzt um Token Input und Output sowie Cost Kosten pro Lauf.

Tool-Use-Review

Erstellt am · Instruction-Tuned · Long Context

Deployment-Urteil

Bedingt deploy, weil die Tool-Nutzung insgesamt tragfähig ist, aber ungültige Tool-Calls und eine nur mäßig verlässliche Synthese das Vertrauen in eine MCP-Pipeline begrenzen.

Tool-Execution-Profil

Qwen 3.5 27B zeigt echte Werkzeugwahl statt bloßem Schema-Folgen. Beim Test Web Search & Tool Selection, der prüft ob ohne Hinweis web_search statt fetch gewählt wird, arbeitet es sicher und erkennt den richtigen Zugriffspfad. Auch bei Multilingual Search & Synthesis und EU License Research ruft es die benötigten Quellen zuverlässig ab. Das spricht für agentisches Grundverständnis.

Schwächer ist die Protokolltreue im Detail. Der globale Befund „Tool-Call valide: false“ ist für Produktion relevanter als der ordentliche P1-Wert. Beim URL-Construction-Test, der die Ziel-URL aus Eigenwissen ableiten und dann fetch korrekt ausführen lässt, ist die Ausführung brauchbar, aber nicht deterministisch genug. Das Modell wirkt also intelligent bei der Wahl des Werkzeugs, aber weniger präzise bei der letzten Meile des Calls. Retry war nicht nötig. Das deutet eher auf Ausführungsgenauigkeit als auf Verständnisfehler.

Synthesetreue

Wie gut verdichtet es Tool-Ergebnisse? Nur begrenzt belastbar. Die P2-Leistung liegt deutlich unter der Tool-Ausführung. Besonders bei HTTP Fetch & Extract, also bei strukturierter Extraktion realer Seiteninhalte, fällt die Verdichtung zu unsauber aus. Das Muster lautet: Es findet Informationen häufiger, als es sie korrekt und knapp in nutzbare Antworten überführt.

Bleibt es im Tool-Ergebnis oder weicht es auf Training aus? Im Honeypot EU License Research, der aktuelle Lizenzrestriktionen aus Web-Quellen erzwingen soll, bleibt das Vertrauenssignal gemischt. Es halluziniert dort nicht offen, aber P2 20 zeigt, dass die Antwort die abgefragten Web-Inhalte kaum sauber in belastbare Aussageform bringt. Da im Gesamtlauf Halluzination erkannt wurde, ist das ein Sicherheitsrisiko. In einer Tool-Pipeline zählt nicht nur, ob das Modell Tools benutzt, sondern ob ausgegebene Fakten eindeutig auf Tool-Ergebnissen beruhen.

Fehlerresilienz

Beim 404-Test, der transparenten Umgang mit fehlschlagenden Tool-Calls misst, reagiert das Modell akzeptabel. Es erfindet keinen Seiteninhalt trotz Fehler. P2 60 ist kein starker Wert, aber für Produktion deutlich wichtiger ist hier die Transparenz: Fehler werden eher stehen gelassen als verdeckt überschrieben. Das ist ein brauchbares Fundament für Orchestrierung mit externem Retry oder Fallback.

Betriebsprofil

Total 764.95s: langsam.
Call 1 7.55s, Call 2 117.62s, MCP-Latenz 2.32s.
Kosten/Run: local. Günstig im Geld, teuer in Laufzeit gemessen an der Leistung.

Fazit & Empfehlung

Geeignet für lokale, kostenkontrollierte Pipelines mit menschlicher Nachkontrolle, klaren Tool-Schemas und externer Validierung der Endantwort. Besonders brauchbar dort, wo Werkzeugwahl wichtiger ist als präzise Verdichtung, etwa Recherche-Vorstufen, Sammelagenten oder mehrstufige Routing-Aufgaben. Nicht geeignet für Compliance-, Fakten- oder Extract-Transform-Report-Pipelines, in denen die finale Antwort strikt aus Tool-Output abgeleitet und formal verlässlich sein muss.

Diese Auswertung wurde automatisch auf Grundlage der Benchmark-Daten generiert. Eingesetztes Modell: GPT 4.5 von OpenAI. Die Rohdaten und die vollständige Methodik sind im GitHub-Projekt dokumentiert.