Xiaomi MiMo V2.5

Xiaomi MiMo V2.5 ist ein nativ omnimodales MoE-Modell mit 310 Milliarden Gesamt- und 15 Milliarden aktiven Parametern. Das Modell verarbeitet Text, Bild, Video und Audio in einer einzigen Architektur, das Kontextfenster umfasst bis zu eine Million Tokens. Unter MIT-Lizenz voll kommerziell nutzbar, aus chinesischer Hersteller-Jurisdiktion mit entsprechender Bewertung bei Cloud-Nutzung.

Xiaomi Version V2.5 Kommerzielle Nutzung erlaubt MoE 310 B (15 B aktiv) 1024 K Context 05/2025 $0.14 / $0.28 per 1M

  • Open Weights
  • Server
  • OpenRouter
  • Text
  • Vision
  • Video
  • Audio
  • Instruction-Tuned
  • Agentic Orchestrator
  • Interactive

Sovereign Risk: MEDIUM Xiaomi ist ein chinesisches Unternehmen und unterliegt dem chinesischen Datensicherheitsgesetz (DSG) und dem Nachrichtendienstgesetz (NSG). Die Gewichte sind unter MIT-Lizenz öffentlich verfügbar. Bei Cloud-Nutzung ist staatlicher Zugriff auf übertragene Daten theoretisch möglich. Rein lokales Deployment mit den öffentlichen Gewichten reduziert das Risiko – NSG ist nur bei Cloud-API-Nutzung direkt relevant.

Tool-Use-Profil: 6 Assets im Detail

Vergleich der Asset-Performance (P1/P2/Combined) gegenüber dem Flotten-Durchschnitt

Asset-Performance (Radar)

Score Breakdown vs. Fleet Average


Tool-Use-Details

Asset-Performance, Zuverlässigkeit und Laufzeit-Profil

CrucibleMark prüft Tool-Use in 6 voneinander unabhängigen Tests. Klicken Sie auf einen Test-Namen für die Details.

Reliability

  • Tool Call Valid: Nein
  • Retry: Nicht erforderlich
  • Halluzination: Erkannt

Reliability misst, wie verlässlich ein Modell Werkzeugaufrufe tatsächlich ausführt: Tool Call Valid Schema und Format akzeptiert, Retry Required erst nach Wiederholung erfolgreich, Halluzination Flag erfundene Tools oder Parameter erkannt. Alle drei grün bedeutet produktionstauglich.

Betriebsprofil

Call 1
13.41
First Request
MCP
1.03
Protocol Latency
Synthesis
36.92
Response Generation
Total
308.18
Sum of All Phases
Token
12362
Input + Output
Cost
$0
Cost per Run

Das Betriebsprofil zeigt die Laufzeit- und Kostenkennzahlen des Modell-Laufs: Call 1 First Request, MCP Protocol Latency, Synthesis Response Generation, Total Summe aller Phasen, erganzt um Token Input und Output sowie Cost Kosten pro Lauf.

Tool-Use-Review

· Instruction-Tuned · Agentic Orchestrator

Deployment-Urteil

Bedingt deploy, weil die Tool-Ausführung stark ist, aber invalide Tool-Calls und ein Halluzinationssignal das Vertrauen in eine unbeaufsichtigte MCP-Pipeline begrenzen. Der Combined-Score ist gut, reicht hier aber nicht als Freifahrtschein.

Tool-Execution-Profil

Xiaomi MiMo V2.5 zeigt klare Werkzeugintelligenz bei der Auswahl des richtigen Pfads. Beim Test Web Search & Tool Selection, der prüft, ob ohne Hinweis erst gesucht statt direkt gefetcht wird, erkennt das Modell den Bedarf korrekt und erreicht volle Tool-Execution. Das spricht gegen ein starres Muster. Beim URL-Construction-Test, der die präzise Ableitung einer Ziel-URL und den anschließenden Fetch misst, ist es brauchbar, aber nicht deterministisch genug. P1 von 80 heißt in der Praxis: Das Modell kommt oft ans Ziel, aber nicht verlässlich genug für Pipelines mit enger Schematreue.

Kritisch ist der Befund „Tool-Call valide: false“. Das ist kein bloßer Stilfehler, sondern ein Integrationsrisiko auf MCP-Ebene. Positiv ist, dass kein Retry erforderlich war. Das deutet eher auf einzelne Protokoll- oder Argumentfehler als auf ein grundsätzliches Verständnisproblem hin.

Synthesetreue

Wie gut verdichtet es Tool-Ergebnisse? Nur ordentlich. P2 von 70 wirkt akzeptabel, aber die Streuung ist hoch. HTTP Fetch & Extract und Tool Failure Handling (404) sind mit 80 solide. Dagegen fallen EU License Research mit 40, Web Search & Tool Selection mit 40 und vor allem Multilingual Search & Synthesis mit 15 deutlich ab. Das Modell kann also Informationen beschaffen, verdichtet sie aber nicht stabil in belastbare Endantworten.

Bleibt es im Tool-Ergebnis oder weicht es auf Training aus? Im Honeypot EU License Research, der prüfen soll, ob aktuelle Lizenzrestriktionen wirklich aus Web-Quellen kommen, wurde keine Halluzination erkannt. Das ist der wichtigste Entlastungspunkt. Gleichzeitig steht global „Halluzination erkannt: true“. Damit bleibt ein Sicherheitsrisiko bestehen: Sobald ein Modell erfundene Fakten als Tool-Ergebnisse ausgibt, wird die gesamte Tool-Infrastruktur fragwürdig.

Fehlerresilienz

Beim 404-Test, der transparentes Verhalten bei Tool-Fehlern statt erfundenem Seiteninhalt misst, reagiert MiMo V2.5 produktionstauglich. P2 von 80 und keine Halluzination trotz Fehler bedeuten: Es kommuniziert Fehlschläge offen und füllt Lücken nicht mit Ersatzfakten. Das ist für produktive Agenten ein tragfähiges Minimum.

Souveränitätsprofil

Lokal betreibbar und damit für souveräne Deployments attraktiv. Leistungsseitig liegt es mit einem Sovereignty Gap von -0.89 Punkten unter dem Fleet-Ø von 68.17 praktisch auf Fleet-Niveau.

Fazit & Empfehlung

Geeignet für lokale, souveräne Recherche- und Orchestrierungs-Pipelines mit menschlicher Abnahme oder nachgelagerter Validierung. Weniger geeignet für Compliance-, Policy- oder mehrsprachige Synthese-Workflows, in denen die Endantwort selbst beweisfähig sein muss. Wenn Sie MiMo V2.5 einsetzen, dann als Tool-Operator mit engem Output-Schema und externem Verifier, nicht als letzte vertrauensgebende Instanz.

Diese Auswertung wurde automatisch auf Grundlage der Benchmark-Daten generiert. Eingesetztes Modell: GPT-5.4 von OpenAI. Die Rohdaten und die vollständige Methodik sind im GitHub-Projekt dokumentiert.