Laguna S 2.1

Laguna S 2.1 ist seit Juli 2026 Poolsides drittes offenes Coding-Modell in Folge, ein MoE mit 117,6 Milliarden Gesamt- und nur 8,5 Milliarden aktiven Parametern pro Token. Die OpenMDW-1.1-Lizenz der Linux Foundation erlaubt freie kommerzielle Nutzung und Modifikation. Das Modell unterstützt 1.024.000 Tokens Kontext, interleaved Thinking mit Tool-Aufrufen innerhalb der Denkkette sowie natives Tool-Calling für langhorizontige Agentic-Workflows.

Poolside Version 2.1 Kommerzielle Nutzung erlaubt MoE 117.6 B (8.5 B aktiv) 1024 K Context $0.1 / $0.2 per 1M

  • Open Weights
  • Server
  • VSPK
  • Text
  • Long Context
  • Instruction-Tuned
  • Batch

Sovereign Risk: LOW Poolside ist ein US-amerikanisches Unternehmen. Die Veröffentlichung unter der offenen, von der Linux Foundation getragenen OpenMDW-1.1-Lizenz ermöglicht unabhängige Prüfung, Modifikation und Weitergabe der Gewichte für kommerzielle wie nicht-kommerzielle Zwecke. Bei vollständig lokalem Betrieb entfällt jede Abhängigkeit von US-Cloud-Infrastruktur, sodass das Risiko als gering eingestuft wird.

Tool-Use-Profil: 6 Assets im Detail

Vergleich der Asset-Performance (P1/P2/Combined) gegenüber dem Flotten-Durchschnitt

Asset-Performance (Radar)

Score Breakdown vs. Fleet Average


Tool-Use-Details

Asset-Performance, Zuverlässigkeit und Laufzeit-Profil

CrucibleMark prüft Tool-Use in 6 voneinander unabhängigen Tests. Klicken Sie auf einen Test-Namen für die Details.

Reliability

  • Tool Call Valid: Nein
  • Retry: Nicht erforderlich
  • Halluzination: Erkannt

Reliability misst, wie verlässlich ein Modell Werkzeugaufrufe tatsächlich ausführt: Tool Call Valid Schema und Format akzeptiert, Retry Required erst nach Wiederholung erfolgreich, Halluzination Flag erfundene Tools oder Parameter erkannt. Alle drei grün bedeutet produktionstauglich.

Betriebsprofil

Call 1
35.92
First Request
MCP
1.11
Protocol Latency
Synthesis
56.54
Response Generation
Total
561.38
Sum of All Phases
Token
18308
Input + Output
Cost
$0
Cost per Run

Das Betriebsprofil zeigt die Laufzeit- und Kostenkennzahlen des Modell-Laufs: Call 1 First Request, MCP Protocol Latency, Synthesis Response Generation, Total Summe aller Phasen, erganzt um Token Input und Output sowie Cost Kosten pro Lauf.

Tool-Use-Review

Erstellt am · Long Context · Instruction-Tuned

Deployment-Urteil

Bedingt deployen, nur für überwachte Tool-Pipelines ohne vertrauenskritische Synthese, weil zwar die Tool-Ausführung oft gelingt, aber Halluzination erkannt wurde, Tool-Calls nicht durchgängig valide sind und das Gesamtbild mit 62.62 nur moderat ausfällt.

Tool-Execution-Profil

Das Modell zeigt echte Werkzeugintelligenz, aber keine verlässliche Protokolldisziplin. Beim Test Web Search & Tool Selection, der prüft, ob ohne Hinweis zwischen Suche und direktem Fetch unterschieden wird, trifft es die richtige Werkzeugwahl sehr sicher. Das spricht gegen ein starres Schema. Beim Test URL Construction & Fetch, der die eigenständige Ableitung einer Ziel-URL und den anschließenden Fetch misst, bleibt es brauchbar, aber weniger präzise. Diese Differenz ist wichtig: Das Modell erkennt oft, welches Tool grundsätzlich nötig ist, produziert aber nicht stabil genug die Form, die eine deterministische MCP-Pipeline braucht. Dass der Tool-Call insgesamt als nicht valide markiert ist, verschiebt die Bewertung klar in Richtung Integrationsrisiko. Positiv ist nur, dass kein Retry erforderlich war. Das Problem liegt daher eher im Erstverständnis oder in der Call-Form als in bloßer Formatnervosität.

Synthesetreue

Wie gut verdichtet es Tool-Ergebnisse? Schwach. Die P2-Leistung ist mit 33.33 der limitierende Faktor dieses Modells. Besonders bei HTTP Fetch & Extract, also strukturierter Faktenextraktion aus realem Seiteninhalt, und bei Multilingual Search & Synthesis bricht die Verdichtungsqualität ein. Das Modell kann Informationen beschaffen, aber es hält sie in der Antwort nicht sauber zusammen.

Bleibt es im Tool-Ergebnis oder weicht es auf Training aus? Nein, nicht verlässlich. Im Honeypot EU License Research, der prüfen soll, ob aktuelle Lizenzrestriktionen aus Web-Quellen statt aus Trainingswissen beantwortet werden, halluziniert das Modell. Das ist kein bloßer Qualitätsmangel, sondern ein Sicherheitsrisiko. Sobald ein Modell erfundene oder vorab gelernte Fakten als Ergebnis einer Tool-Recherche ausgibt, verliert die gesamte Tool-Infrastruktur ihren Vertrauensanker.

Fehlerresilienz

Beim Test Tool Failure Handling (404), der den Umgang mit einem fehlschlagenden Abruf prüft, reagiert das Modell akzeptabel. Es kommuniziert den Fehler transparent und erfindet keinen Seiteninhalt. Für Produktion ist genau dieses Verhalten entscheidend. Ein fehlgeschlagenes Tool darf die Antwort verschlechtern, aber nicht in Fiktion kippen.

Betriebsprofil

Total 561.38s pro Run. Langsam.
Call 1: 35.92s. MCP-Latenz: 1.11s. Call 2: 56.54s.
Kosten/Run: local. Günstig im Betrieb, aber die Laufzeit ist im Verhältnis zur gezeigten Syntheseleistung schwach.

Fazit & Empfehlung

Geeignet für agentische Vorstufen, in denen Tool-Auswahl, Web-Recherche und robuste Fehlerkommunikation wichtiger sind als belastbare Endverdichtung. Nicht geeignet für Compliance-, Lizenz-, Research- oder Executive-Summary-Pipelines, in denen die Antwort strikt an Tool-Belege gebunden bleiben muss. Wenn Sie es einsetzen, dann als beschaffendes Zwischenmodell mit harter nachgelagerter Validierung und ohne Freigabe für finale Nutzerantworten.

Diese Auswertung wurde automatisch auf Grundlage der Benchmark-Daten generiert. Eingesetztes Modell: GPT 4.5 von OpenAI. Die Rohdaten und die vollständige Methodik sind im GitHub-Projekt dokumentiert.