GPT-OSS 120B (Thinking)

GPT-OSS 120B ist seit August 2025 OpenAIs grösstes Open-Weights-Modell, veröffentlicht unter Apache-2.0-Lizenz mit freier kommerzieller Nutzung. Das MoE bündelt 116,8 Milliarden Gesamt- bei nur 5,1 Milliarden aktiven Parametern pro Token und läuft dank nativer MXFP4-Quantisierung auf einer einzelnen High-Memory-GPU. Drei Reasoning-Stufen und natives Tool-Use im Harmony-Format runden das Profil ab.

OpenAI Version 1.0 Kommerzielle Nutzung erlaubt MoE 116.8 B (5.1 B aktiv) 131 K Context local getestet

  • Open Weights
  • Server
  • vLLM
  • Text
  • Native Quantisierung
  • Harmony-Format
  • Interactive

Sovereign Risk: LOW OpenAI ist ein US-Unternehmen; das Modell wird unter Apache-2.0 als Open Weights veröffentlicht. Lokales Deployment vermeidet vollständig jeglichen API-Datenabfluss an OpenAI-Server, wodurch das Risiko trotz US-Jurisdiktion (CLOUD Act) als gering eingestuft wird.

Tool-Use-Profil: 6 Assets im Detail

Vergleich der Asset-Performance (P1/P2/Combined) gegenüber dem Flotten-Durchschnitt

Asset-Performance (Radar)

Score Breakdown vs. Fleet Average


Tool-Use-Details

Asset-Performance, Zuverlässigkeit und Laufzeit-Profil

CrucibleMark prüft Tool-Use in 6 voneinander unabhängigen Tests. Klicken Sie auf einen Test-Namen für die Details.

Reliability

  • Tool Call Valid: Nein
  • Retry: Nicht erforderlich
  • Halluzination: Erkannt

Reliability misst, wie verlässlich ein Modell Werkzeugaufrufe tatsächlich ausführt: Tool Call Valid Schema und Format akzeptiert, Retry Required erst nach Wiederholung erfolgreich, Halluzination Flag erfundene Tools oder Parameter erkannt. Alle drei grün bedeutet produktionstauglich.

Betriebsprofil

Call 1
12.18
First Request
MCP
1.06
Protocol Latency
Synthesis
35.38
Response Generation
Total
291.68
Sum of All Phases
Token
15002
Input + Output
Cost
$0
Cost per Run

Das Betriebsprofil zeigt die Laufzeit- und Kostenkennzahlen des Modell-Laufs: Call 1 First Request, MCP Protocol Latency, Synthesis Response Generation, Total Summe aller Phasen, erganzt um Token Input und Output sowie Cost Kosten pro Lauf.

Tool-Use-Review

Erstellt am · Native Quantisierung · Harmony-Format

Deployment-Urteil

Bedingt deploy: Das Modell führt Tools oft stark aus, aber die erkannte Halluzination im Honeypot und der nicht valide Tool-Call brechen das Vertrauen für unbeaufsichtigte produktive Pipelines.

Tool-Execution-Profil

GPT-OSS 120B zeigt klare Werkzeugintelligenz, nicht nur starres Call-Muster. Beim Test Web Search & Tool Selection, der ohne Hinweis die Wahl zwischen Suche und direktem Abruf prüft, erkennt es den Bedarf für web_search zuverlässig. Das ist ein starkes Signal für dynamische MCP-Pipelines. Beim URL-Construction-Test, der die korrekte Ziel-URL aus Eigenwissen ableiten und dann fetch ausführen lässt, bleibt es brauchbar, aber nicht deterministisch genug. P1 80 ist dafür ausreichend, aber nicht beruhigend.

Über die Aufgaben hinweg ist die operative Trefferquote hoch. EU License Research und Multilingual Search & Synthesis erreichen jeweils volle Tool-Ausführung. Trotzdem ist der Gesamtbefund nicht sauber, weil mindestens ein Tool-Call formal nicht valide war. Da kein Retry nötig war, wirkt das weniger wie ein wiederkehrendes Formatproblem als wie ein punktueller Protokollfehler. Für MCP bedeutet das: orchestration-fähig, aber nicht blind vertrauenswürdig.

Synthesetreue

Wie gut verdichtet es Tool-Ergebnisse? Nur eingeschränkt. P2 55 zeigt, dass das Modell Ergebnisse oft verwertbar zusammenzieht, aber nicht stabil präzise genug für belastbare Schlussfassungen. Das Muster ist uneinheitlich: Tool Failure Handling (404) ist mit P2 100 vorbildlich, HTTP Fetch & Extract mit P2 60 nur durchschnittlich, und EU License Research bricht mit P2 15 deutlich ein.

Bleibt es im Tool-Ergebnis oder weicht es auf Training aus? Nein, nicht zuverlässig. Im Honeypot EU License Research, der aktuelle Lizenzrestriktionen aus Web-Quellen erzwingen soll, halluziniert das Modell statt sich an den abgerufenen Bestand zu halten. Das ist kein bloßer Qualitätsmangel, sondern ein Sicherheitsrisiko. Wenn ein Modell erfundene Fakten als Ergebnis einer Tool-Pipeline ausgibt, verliert die gesamte Infrastruktur ihre Prüfspur.

Fehlerresilienz

Hier ist das Modell produktionsfähig. Im 404-Test, der transparenten Umgang mit einem gescheiterten Tool-Aufruf prüft, kommuniziert es den Fehler korrekt und erfindet keinen Seiteninhalt. Genau dieses Verhalten ist in produktiven Pipelines erforderlich: sichtbarer Fehler statt plausibler Falschinformation.

Betriebsprofil

Call 1: 12.18s. Call 2: 35.38s. MCP-Latenz: 1.06s. Total: 291.68s.
Langsam für die gezeigte Gesamtqualität.
Kosten/Run: local. Günstig im Betrieb, aber zeitintensiv.

Fazit & Empfehlung

Geeignet für lokale MCP-Setups mit menschlicher Abnahme, Fehlerschranken und nachgelagerter Faktenprüfung. Besonders brauchbar dort, wo Tool-Auswahl wichtiger ist als finale Verdichtung. Nicht geeignet für Compliance-, Policy-, Lizenz- oder andere High-Trust-Pipelines, in denen das Modell Tool-Ergebnisse strikt konservieren muss. Wer es einsetzt, sollte Antworten gegen Tool-Rohdaten verifizieren und formale Tool-Call-Validierung erzwingen.

Diese Auswertung wurde automatisch auf Grundlage der Benchmark-Daten generiert. Eingesetztes Modell: GPT-5.4 von OpenAI. Die Rohdaten und die vollständige Methodik sind im GitHub-Projekt dokumentiert.