GLM-5.1

GLM-5.1 ist Z.AIs Post-Training-Upgrade mit 754 Milliarden Gesamt- und 40 Milliarden aktiven Parametern in MoE-Architektur, optimiert für langfristige agentische Coding-Workflows mit bis zu acht Stunden autonomer Ausführung. Das Kontextfenster umfasst 200.000 Tokens, die Gewichte sind unter MIT-Lizenz als Open-Weights-Modell verfügbar.

Zhipu AI Version 5.1 Kommerzielle Nutzung erlaubt MoE 754 B (40 B aktiv) 200 K Context 12/2025 $1.05 / $3.5 per 1M

  • Open Weights
  • Frontier
  • OpenRouter
  • Text
  • Instruction-Tuned
  • Agentic Orchestrator
  • Batch

Sovereign Risk: HIGH Z.AI (formerly Zhipu AI) ist ein chinesisches Unternehmen und unterliegt dem chinesischen National Security Law (NSL), das staatlichen Zugriff auf Daten ermöglichen kann. Das BSI hat im Februar 2025 explizit vor der Nutzung chinesischer KI-Cloud-Dienste gewarnt (BSI-Referenz: Warnung DeepSeek, 04.02.2025); diese Risikoeinschätzung gilt analog für alle chinesischen Cloud-KI-Anbieter, die Nutzerdaten auf chinesischen Servern verarbeiten. Bei rein lokaler Inferenz entfällt das Cloud-Act-äquivalente Risiko.

Tool-Use-Profil: 6 Assets im Detail

Vergleich der Asset-Performance (P1/P2/Combined) gegenüber dem Flotten-Durchschnitt

Asset-Performance (Radar)

Score Breakdown vs. Fleet Average


Tool-Use-Details

Asset-Performance, Zuverlässigkeit und Laufzeit-Profil

CrucibleMark prüft Tool-Use in 6 voneinander unabhängigen Tests. Klicken Sie auf einen Test-Namen für die Details.

Reliability

  • Tool Call Valid: Nein
  • Retry: Nicht erforderlich
  • Halluzination: Erkannt

Reliability misst, wie verlässlich ein Modell Werkzeugaufrufe tatsächlich ausführt: Tool Call Valid Schema und Format akzeptiert, Retry Required erst nach Wiederholung erfolgreich, Halluzination Flag erfundene Tools oder Parameter erkannt. Alle drei grün bedeutet produktionstauglich.

Betriebsprofil

Call 1
6.27
First Request
MCP
2.78
Protocol Latency
Synthesis
45.12
Response Generation
Total
325.02
Sum of All Phases
Token
18177
Input + Output
Cost
$0
Cost per Run

Das Betriebsprofil zeigt die Laufzeit- und Kostenkennzahlen des Modell-Laufs: Call 1 First Request, MCP Protocol Latency, Synthesis Response Generation, Total Summe aller Phasen, erganzt um Token Input und Output sowie Cost Kosten pro Lauf.

Tool-Use-Review

Erstellt am · Instruction-Tuned · Agentic Orchestrator

Deployment-Urteil

Bedingt deploy, weil die Tool-Ausführung stark ist, aber ein invalider Tool-Call und erkannte Halluzination das Vertrauen in produktive MCP-Pipelines begrenzen. Der kombinierte Befund ist damit nur für kontrollierte Tool-Infrastrukturen tragfähig.

Tool-Execution-Profil

GLM-5.1 zeigt echte Werkzeugintelligenz statt bloßer Schema-Nachahmung. Beim Web-Search-&-Tool-Selection-Test, der prüft ob ohne Hinweis search statt fetch gewählt wird, trifft es die richtige Entscheidung sicher. Das ist ein starkes Signal für agentische Orchestrierung. Beim URL-Construction-Test, der die eigenständige Ableitung der Ziel-URL misst, arbeitet es brauchbar, aber nicht präzise genug für deterministische Fetch-Pipelines. Der P1-Wert bleibt hoch, die Protokolltreue nicht. Dass der Gesamtbefund tool_call_valid=false ausfällt, ist deshalb relevant: Das Modell findet oft den richtigen Arbeitspfad, produziert aber nicht durchgehend formal verlässliche Calls. Retry war nicht erforderlich, also liegt das Problem eher in punktueller Call-Validität als in systematischem MCP-Formatversagen.

Synthesetreue

Wie gut verdichtet es Tool-Ergebnisse? Nur eingeschränkt belastbar. Die P2-Leistung ist mit 59.17 der klare Schwachpunkt. Besonders bei HTTP Fetch & Extract, wo präzise Extraktion aus echtem Seiteninhalt verlangt wird, verliert das Modell an Genauigkeit. Es kann Ergebnisse zusammenführen, aber nicht stabil genug für Pipelines, in denen Eigennamen, Jahreszahlen oder Lizenzdetails unverändert übernommen werden müssen.

Bleibt es im Tool-Ergebnis oder weicht es auf Training aus? Im Honeypot EU License Research, der prüft ob aktuelle Lizenzrestriktionen aus Web-Quellen statt aus Vorwissen beantwortet werden, halluziniert es nicht. Das ist positiv. Trotzdem bleibt der globale Halluzinationsbefund ein Sicherheitsrisiko: Sobald ein Modell in einer Tool-Pipeline erfundene Fakten als abgerufene Ergebnisse ausgibt, verliert die gesamte Infrastruktur ihre Nachvollziehbarkeit.

Fehlerresilienz

Beim 404-Test, der transparenten Umgang mit einem fehlgeschlagenen Tool-Call erzwingt, bleibt GLM-5.1 auf der akzeptablen Seite. Es erfindet keinen Seiteninhalt und reagiert damit produktionstauglich auf offensichtliche Tool-Fehler. Der P2-Wert von 60 zeigt aber auch hier nur durchschnittliche Klarheit in der Fehlerkommunikation. Für robuste Systeme ist das ausreichend, für stark automatisierte Folgeschritte ohne menschliche Kontrolle nicht ideal.

Betriebsprofil

Total 325.02s. Call 1 6.27s. MCP-Latenz 2.78s. Call 2 45.12s. Langsam. Kosten pro Run: local. Preisblatt: $1.05/1M Input, $3.5/1M Output. Für die gezeigte Leistung ist die Tail-Latenz der kritische operative Nachteil.

Fazit & Empfehlung

Geeignet für überwachte Recherche- und Orchestrierungs-Pipelines, in denen das Modell Tools auswählen, Suchpfade aufspannen und mehrsprachige Ergebnisse zusammenziehen soll. Nicht geeignet für Compliance-, Extract-and-Trust- oder vollautomatische Fetch-Pipelines, in denen jedes Tool-Ergebnis formal korrekt aufgerufen und exakt verdichtet werden muss. Wer GLM-5.1 einsetzt, sollte strikte Tool-Call-Validierung, Antwortverifikation und enge Guardrails vor nachgelagerten Aktionen erzwingen.

Diese Auswertung wurde automatisch auf Grundlage der Benchmark-Daten generiert. Eingesetztes Modell: GPT-5.4 von OpenAI. Die Rohdaten und die vollständige Methodik sind im GitHub-Projekt dokumentiert.